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Dinslaken: Startschuss für die Klimametropole

Dinslaken : Startschuss für die Klimametropole

Das Großprojekt wurde am Wochenende im Kreativquartier Lohberg eröffnet. Ministerpräsidentin Kraft zu Gast.

Die Klimametropole Ruhr 2022 wurde am Wochenende durch eine feierliche Veranstaltung im Kreativquartier Lohberg eröffnet. Damit fiel der Startschuss für die achtjährige Projektphase, in der Unternehmen, Institutionen und Bürger sich mit dem Klimaschutz und der Klimaerhaltung in vielfältigen Einzelveranstaltungen auseinandersetzen können. Schon in der Auftaktwoche gibt es rund 500 Veranstaltungen in der Ruhrmetropole.

Dass die Eröffnungsveranstaltung in Lohberg stattfand, zeigt, dass das Konzept des Kreativquartiers zukunftsweisend in Sachen Energieeffizienz ist. Der Standort, der mehr Energie produzieren als verbrauchen wird, wird mit einer Fläche von 40 ha zum größten CO2-neutralen Areal in Deutschland heranwachsen. Dinslakens Bürgermeister Michael Heidinger: "Es ist eine große Auszeichnung dass es hier beginnt."

Die Filmproduzentin und Journalistin Andrea Thilo moderierte das Programm und führte durch den Abend. Zunächst begrüßte sie Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr, auf der Bühne.

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Im Anschluss sprach NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu den Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Forschung. Kraft, die am selben Tag auf dem SPD-Parteitag mit über 95 Prozent als Vorsitzende der NRW-Genossen wiedergewählt wurde, ging auf den Strukturwandel ein: "Das Ruhrgebiet hat Erfahrung mit großen Herausforderungen." Nach der Industrialisierung sei es der Klimaschutz, der Wachstum, Arbeitsplätze und Lebensqualität schaffen solle. Die Klimametropole Ruhr 2022 biete ein attraktives Programm - heute werde "ein neues Kapitel für den Klimaschutz aufgeschlagen".

Im anschließenden Talk zwischen Kraft, Geiß-Netthöfel und Heinrich Dornbusch, dem Vorsitzenden Geschäftsführer der Klimaexpo NRW, wurde die Thematik weiter vertieft. In der Runde wurde deutlich, dass Klimaschutz auch als Wirtschaftsfaktor eine wesentliche Rolle spielen soll.

Der Abend wurde durch künstlerische Darbietungen, die sich mit dem Zusammenspiel von Mensch und Natur befassten, ergänzt. Die Dinslakener Künstlerin Samirah Al-Amrie besang einen Kurzfilm mit historischen Impressionen von Umbruch und Aufbruch auf dem Zechengelände. Das Tänzerensemble Urbanatix präsentierte artistische Einlagen und MiyokoShidaRigolo verdeutlichte mit ihrer Sanddornbalance, was Gleichgewicht und Ausgleich bedeuten können. Zudem rüttelten die Starken Stimmen um Chorleiter Rainer Stemmermann mit dem Lied "I need to wake up" das Publikum auf.

(RP)