Stadtplanung in Dinslaken: Städtebauförderung soll Innenstadt verändern

Stadtplanung in Dinslaken: Städtebauförderung soll Innenstadt verändern

Für die nächsten Jahre stehen noch einige Projekte an, durch die die Dinslakener City attraktiver werden soll. Dazu gehören die Umgestaltung der Althoffstraße, des Kreisverkehrs am Rathaus und des Postplatzes.

Die Entwicklung der Dinslakener Innenstadt ist ein langfristig angelegtes Konzept, an dessen Umsetzung seit Jahren gearbeitet wird. Die Kommune erhält zur Durchführung des Stadterneuerungsprozesses seit 2010 eine finanzielle Unterstützung, die Förderung setzt sich aus Bundes- und Landesmitteln der Städtebauförderung zusammen, hinzu kommt der Eigenanteil, den die Kommune aufbringen muss. Die Förderung liegt bei 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, der stätische Anteil beträgt 30 Prozent. Für die Zukunft stehen weitere Projekte an, zu den herausragenden Vorhaben gehören die Sanierung und Erweiterung der Kathrin-Türks-Halle sowie die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes.

Der Bahnhof und sein Vorplatz werden von der Stadtverwaltung als bedeutender "Eingangs- und Ankunftsbereich zur Innenstadt" angesehen, sie sind damit von entscheidender Bedeutung für die gesamte City. Dieser Bereich soll gestärkt und aufgewertet werden, wie es bereits das städtebauliche Entwicklungskonzept von 2009 vorsieht. 2015 wurde ein städtebaulicher Ideeenwettbewerb durchgeführt, 2016 fand die Preisverleihung statt und die Wettbewerbsarbeiten wurden in der Neutor-Galerie ausgestellt.

Die Althoffstraße markiert den Übergang vom Stadtpark in die Altstadt Foto: Heinz Schild

Zudem wurde das Büro Planorama mit der Planung der Umgestaltung des Bahnhofsplatzes beauftragt. Erklärtes Ziel der Verwaltung ist es, dass die Planung - unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit - einschließlich gutachterlicher Grundlagen in 2019 steht und bis zur Bewilligungsreife konkretisiert ist, um Fördergelder zur Realisierung des Projektes beantragen zu können. Mit den Bauarbeiten soll dann 2020 begonnen werden, wie aus dem Sachstandsbericht der Verwaltung zur Dinslakener Innenstadtentwicklung hervorgeht. Gegen die Pläne zur Umgestaltung des Bahnhofsplatzes initiierten Mitglieder der UBV ein Bürgerbegehren und sammelten Unterschriften.

Die Planungen zur Sanierung und Modernisierung der Kathrin-Türks-Halle sollen in diesem Jahr soweit vorangebracht werden, dass bis Jahresende die notwendigen Baugenehmigungen vorliegen, mit den Abbruch- und anschließenden Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten begonnen werden kann. Es wird von einer Bauzeit von zwei Jahren ausgegangen.

Die geplante Neugestaltung des Kreisverkehrs Friedrich-Ebert-Straße/Platz d'Agen ist Bestandteil des Gesamtprojektes Stadtpark. Dieses Vorhaben wurde wegen der Entwicklungen zur Stadthalle aber zurückgestellt und soll 2019 wieder aufgegriffen und zusammen mit der Umgestaltung der Althoffstraße umgesetzt werden.

Auch der Platz an der Post im Bereich de Friedrich-Ebert-Straße haben die Stadtplanes in den Blick genommen. Der so genannte Postplatz soll umgestaltet und neu geordnet werden. Foto: Heinz Schild
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Wie der Kreisverkehr, so ist die geplante Umgestaltung der Althoffstraße Teil des Gesamtvorhabens Stadtpark. Diese Straße markiert den Übergang vom Stadtpark in die Altstadt. Die Bauarbeiten werden aber erst in Angriff genommen, wenn die Revitalisierung der Kathrin-Türks-Halle abgeschlossen ist, so sehen es die bisherigen Planungen vor. Baubeginn soll in 2021 sein, gleiches gilt für den Kreisverkehr Friedrich-Ebert-Straße.

Weitere Projekte im Zuge der Innenstadtentwicklung sind die Umgestaltung des Walsumer Tores im Bereich der Duisburger Straße, des Eppinghovener Tores und des Postplatzes. Bei Walsumer und Eppinghovener Tor geht es darum, die jeweilige Eingangssituation in die Altstadt zu verbessern. Die Planungen hierfür sollen noch in diesem Jahr beginnen. 2020 könnte dann mit den Bauarbeiten am Walsumer Tor, 2021 mit denen am Eppinghovener Tor begonnen werden.

Funktionale wie gestalterische städtebauliche Mängel bescheinigt die Verwaltung dem Postplatz an der Friedrich-Ebert-Straße. Er soll ansprechend umgestaltet werden, um zur Steigerung der Attraktivität der Friedrich-Ebert-Straße beizutragen, "damit die Achse zwischen Bahnhof als Ort des Ankommens und dem neu gestalteten Stadtparkbereich als zentraler, innerstädtischer Freiraum gestärkt" wird.

Zu den in der jüngeren Vergangenheit realisierten Projekten der Innenstadtentwicklung gehören: Umgestaltung der Bahnstraße, um die Achse zwischen Bahnhof und den beiden neu gestalteten Plätzen Am Neutor und Neutorplatz zu stärken (Kosten rund 900.000 Euro); Umbau und Sanierung der Gartenschule, um diese Stadtteilgrundschule als wichtige Bildungs- und Begegnungseinrichtung für die Innenstadt zu erhalten (Kosten rund 1,49 Millionen Euro); Umgestaltung des Dinslakener Stadtparks sowie des Ententeiches (Kosten knapp über zwei Millionen Euro).

Für die Jahre 2010 bis 2017 erhielt die Stadt Dinslaken für ihre Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung, die mit rund 12,4 Millionen Euro an förderfähigen Kosten zu Buche schlugen, etwa 8,7 Millionen Euro Fördergelder von Bund und Land bewilligt, an Eigenmitteln musste die Kommune rund 3,7 Millionen Euro aufbringen.

(hsd)