SPD-Kandidat mit deutlichem Vorsprung Zimkeit bleibt für Dinslaken im Landtag

Dinslaken · SPD-Kandidat Stefan Zimkeit bleibt Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Oberhausen II - Wesel I. Die CDU wird zweitstärkste Kraft. Die Grünen können ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl verdreifachen.

 Stefan Zimkeit.

Stefan Zimkeit.

Foto: Peggy Mendel/Mendel, Peggy (peg)

Der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Zimkeit wird den Wahlkreis Oberhausen II - Wesel I und damit die Stadt Dinslaken voraussichtlich auch in der kommenden Legislaturperiode im Düsseldorfer Abgeordnetenhaus vertreten. Der SPD-Mann kommt nach den ersten Ergebnissen auf 39,7 Prozent der Erststimmen (Stand 22 Uhr). Auf Platz zwei folgt die CDU-Vertreterin Simone Stehr mit 29,9 Prozent. Auf dem dritten Platz liegt der Grüne Niklas Graf mit 15,8 Prozent.

Beim Zweitstimmenergebnis nur für die Stadt Dinslaken lag die SPD bei Andruck dieser Ausgabe mit 35,7 Prozent vor der CDU mit 30,2 und den Grünen mit 15,8 Prozent. Die FDP kam auf 4,9, die AfD auf 5,7 Prozent. Die Linkspartei kam in Dinslaken auf 2 Prozent.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagte SPD-Kandidat Stefan Zimkeit mit Blick auf die Zahlen. „Das ist ein gutes Ergebnis für mich persönlich und für die Dinslakener SPD. Vor allem vor dem Hintergrund, dass wir im Land unser Ziel, stärkste Kraft zu werden, klar verfehlt haben.“

Simone Stehr (CDU) musste sich Zimkeit zwar geschlagen geben, war darüber aber nur ein kleines bisschen enttäuscht. „Natürlich wäre es schön gewesen, den Wahlkreis zu gewinnen. Aber ich freue mich jetzt in erster Linie über das gute Landesergebnis“, sagte sie. „Wir haben einen guten Wahlkampf gemacht und sicherlich unseren Teil zum Erfolg auf Landesebene beigetragen.“

Grund zur Freude hatte auch Niklas Graf, Landtagskandidat der Grünen. Ihm gelang es, das grüne Erststimmenergebnis im Wahlkreis zu verdreifachen. „Dieser Erfolg ist eine Gemeinschaftsleistung, an der viele beteiligt gewesen sind“, sagte Graf. In Dinslaken hätten sich alle Ratsmitglieder der Grünen tagtäglich eingebracht.

Der Wahltag selbst stand in diesem Jahr mit Ukraine-Krieg und Pandemie einmal mehr unter ganz besonderen Vorzeichen. Am deutlichsten bemerkbar machte sich das bei den in den Wahllokalen geltenden Hygieneregeln, denn in den Wahlräumen der Stadt war das Tragen von Masken weiterhin dringend empfohlen. Außerdem gab es in den Wahlräumen ein Einbahnstraßen-System. Darüber hinaus waren die Wähler angehalten, ihre eigenen Stifte mitzubringen.

Dass sich die meisten Bürger zumindest an einen Teil dieser Empfehlungen hielten, war am Vormittag des Wahltages unter anderem im Wahlraum 19.2 beim SuS 09 Dinslaken an der Gneisenaustraße zu verfolgen. „Das klappt gut“, sagte Lavinia Benninghoff, die das Wahllokal als Wahlvorsteherin betreute. „Ich würde sagen, dass 80 bis 90 Prozent der Leute, die zu uns kommen, schon von sich aus Maske tragen.“ Für alle weiteren Hygieneschritte würde das Wahlteam sorgen. „Wir achten darauf, dass sich immer nur eine bestimmte Anzahl an Menschen im Wahllokal aufhält, dass Abstände eingehalten und Kugelschreiber desinfiziert werden.“

Zum anderen derzeit alles überschattenden Thema sagte Benninghoff, dass der Ukraine-Krieg ihr wie wohl auch vielen anderen Wahlhelfern noch einmal vor Augen geführt habe, wie dankbar man dafür sein könne, in Deutschland tatsächlich die Wahl zu haben. „Als Wahlhelfer leistet man dazu einen wichtigen Beitrag. Ich mache das schon lange und gerade in dieser Situation steht es auch nicht zur Debatte. Es gehört für mich dazu.“

Die Berichterstattung zum Wahlkreis Wesel III, zu dem die Gemeinde Hünxe gehört, finden Sie auf der Seite C1.

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