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Stadt Dinslaken will altes Gebäude an der Ziegelstraße mit Bauzaun sichern

An der Ziegelstraße : Stadt will verfallenes Haus absperren

Es steht seit Jahren leer und verfällt allmählich: Jetzt will die Stadt Dinslaken aus Sicherheitsgründen einen Bauzaun um das alte Gebäudean der Ziegelstraße ziehen.

Es steht seit Jahren leer und verfällt zunehmend: Nun will die Stadt Dinslaken das Haus an der Ziegelstraße, kurz hinter der Einmündung zum Ziegeleiweg, absperren lassen. Dort soll ein Bauzaun errichtet werden, so Stadtsprecher Thomas Pieperhoff und verweist auf die Gefahrenabwehr.

Die Bauordnung werde in den kommenden Tagen den Zugang zu dem Altbau aus den 20er Jahren absperren. Das Haus sei „abgängig“, formuliert Thomas Pieperhoff. Die Fenster des alten Mehrfamilienhauses, das fast Villencharakter hat, sind eingeworfen und voller Graffiti. Manche scheinbar seit Jahren. Die Haustür steht schon lange sperrangelweit offen, die Namen auf den Klingelschildern sind ausgebleicht.

Die Haustür steht offen. Foto: aha

Im ursprünglich einmal repräsentativen Eingangsbereich des Hauses liegt Müll, durch die Fenster ist Bauschutt in einem Zimmer zu sehen. Eine wadentiefe Laubschicht bedeckt das Grundstück, es riecht leicht modrig.

Auch der Hintereingang auf der Dammseite steht offen. Eine alte Laterne, deren Glas längst zersplittert ist, erinnert an schönere Zeiten des Anwesens. Auf der Rückseite des Hauses türmt sich Sperrmüll, wo einst eine Wiese war. Ein altes Sofa schimmelt vor sich hin, Unrat ist verteilt, eine Regenrinne tropft ins Nichts.

Der Dachstuhl ist auf einer Seite verfallen. Dort hat ein Feuer vor knapp vier Jahren die Hälfte des Dachstuhls zerstört. Die Feuerwehr schätzte den Schaden damals auf 200.000 Euro.

Das Haus wurde später zwangsversteigert, der Gesamtwert auf 500.000 Euro geschätzt. Nach einer Kernsanierung stünden neun Wohnungen mit mehr als 900 Quadratmetern zur Verfügung, schrieb damals das Amtsgericht. Allerdings müsste zuerst der Dachschaden behoben werden, bevor das Haus wieder bewohnbar sei.

Der Eigentümer habe sich „auch schon mal mit einem Ausbau befasst“, weiß Stadtsprecher Thomas Pieperhoff. „Es ist aber bis jetzt nicht dazu gekommen.“ Nach Einschätzung von Experten „wird das auch immer schwieriger“. Da es sich um eine Privatimmobilie handele, habe die Stadt keinen Einfluss. „Wir können das nur anregen.“

Lediglich die Bauordnung beobachte das Haus. Die Sperrung sei auch ein Signal an den Eigentümer, sich zu kümmern und verschiedene Sicherungsmaßnahmen zu installieren.

(aha)