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Zukunft der Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken liegt in Lohberg

Handball : Die Zukunft der Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken liegt in Lohberg

Der MTV Rheinwacht soll nach dem Abriss der Douvermannhalle nach Lohberg umziehen. Dort soll am Fischerbusch eine Halle gebaut werden, die mehr als 600 Zuschauern Platz bietet und die Anforderungen für die Dritte Liga erfüllt.

Der Jubel über die Herbstmeisterschaft in der Handball-Regionalliga war noch nicht ganz verhallt, da versetzte Anhänger und Mitglieder des MTV Rheinwacht Dinslaken kurz nach Weihnachten eine Nachricht in Aufruhr. Dass die neue Sporthalle, die der Kreis auf dem Hamco-Gelände in direkter Nachbarschaft zu der vor dem Abriss stehenden Douvermannhalle bauen wird, nun doch keine Tribüne erhalten soll und somit für die Handballer des Dinslakener Traditionsvereins ein Umzug nach Lohberg, wo die Stadt am Fischerbusch eine Dreifachhalle errichtet, anstehen könnte, stieß auf großes Unverständnis. Mittlerweile haben sich auch Verwaltung und Politik der Frage nach einer neuen sportlichen Heimat für den MTV angenommen. Ein Richtungswechsel deutet sich dabei allerdings nicht mehr an. Es geht für Rheinwacht wohl tatsächlich nach Norden, hinter die Augustastraße.

Es habe bereits gute und äußerst konstruktive Gespräche mit dem Verein gegeben. Man sei mit dem MTV weiterhin im Gespräch, „um über die Bedürfnisse des Vereins zu sprechen und die Möglichkeiten abzustecken“, sagt Marcel Sturm, der Pressesprecher der Stadt Dinslaken. Bei der Stadt sei man der Auffassung, „dass die neue Dreifach-Sporthalle an der Augusta­straße eine sehr gute Möglichkeit für den MTV Rheinwacht und auch für einen Handball-Drittligisten MTV Rheinwacht wäre“, so Sturm weiter.

Aktuell befassen sich die Fachleute des städtischen Tochterunternehmens ProZent bereits mit den Kriterien, welche die Halle für eine Drittliga-Tauglichkeit erfüllen müsste. Grundsätzlich ließe sich das in die Planung mit aufnehmen, denn die sei noch nicht in Stein gemeißelt.

Der Hintergrund: Heinz Buteweg, Obmann des MTV, hat Anfang des Jahres vom Deutschen Handball-Bund die Unterlagen erhalten, in denen die Bedingungen für einen Start in der Dritten Liga genannt werden. Zum Beispiel geht es dabei um den Abstand vom Kampfgericht zur Seitenauslinie, um die Möglichkeit, einen separaten Eingang für Gästefans anzubieten und um das Aufstellen von Werbebanden.

Nun halten die Verantwortlichen bei den Dinslakener Handballern trotz der aktuellen Spitzenposition des Neulings den Ball flach und nehmen das Wort Aufstieg nicht in den Mund. Doch irgendwann in den nächsten Jahren könnte die Dritte Liga natürlich ein ernstes Thema werden. In Lohberg wird übrigens auch mit einer Zuschauerkapazität von mehr als 600 Personen geplant. Im Vergleich zur aktuellen Spielstätte Douvermannhalle (400 Zuschauer) wäre das natürlich auch eine positive Entwicklung. „Wenn man sieht, was zuletzt bei uns los war, könnte das sicher nicht schaden“, sagt Heinz Buteweg, der im Falle eines Umzugs nach Lohberg aber auf jeden Fall ein paar Trainingstage pro Woche in der Wettkampfhalle absolvieren möchte.

Die SPD hat derweil einen Antrag zum Thema gestellt, dass der MTV Dinslaken eine sportliche Heimstätte für alle seine Sportabteilungen erhalten solle, in der für alle Mannschaften Training und Liga-Spiele stattfinden können. Darüber hinaus solle die Halle den Anforderungen für die Dritte Liga genügen. Zudem wird die Verwaltung aufgefordert, unverzüglich Gespräche mit dem Kreis aufzunehmen, um zu klären, ob die neue Halle auf dem Hamco-Gelände nicht doch dafür infrage kommen könnte.

Die CDU spricht sich sogar für eine Sondersitzung des Sportausschusses aus. „Der MTV Dinslaken ist ein sportliches Aushängeschild unserer Stadt. Politik und Verwaltung haben die Aufgabe, für die sporttreibenden Kinder und Jugendlichen sowie für den Leistungssport vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen“, schreibt Heinz Wansing, der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten.