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Wutrede von Vanek nach 5:7-Niederlage

Eishockey : Wutrede von Vanek nach 5:7-Niederlage

Nach dem Null-Punkte-Wochenende der Dinslaken Kobras in der Regionalliga kritisierte Trainer Milan Vanek seine Schützlinge scharf. Ein Lob gab es vom Coach nach der Partie gegen die EG Diez-Limburg nur für die Fans.

Wo sich am Mittwoch noch Fans und Unterstützer in fröhlicher Atmosphäre mit den Spielern Michal Plichta und Jesse Parker unterhalten hatten, hielt am Sonntagabend Trainer Milan Vanek eine Wutrede. Der Trainer war nach der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft alles andere als zufrieden und stellte vieles in Frage. Nach der Niederlage am Freitag verloren die Dinslakener Kobras auch das zweite Heimspiel des Doppelspieltages gegen die EG Diez-Limburg mit 5:7 (2:2, 1:4, 2:1). Damit rutsche das Team auf den fünften Platz in der Tabelle der Eishockey-Regionalliga ab.

Die Gäste waren mit nur 14 Spielern angereist und agierten über die gesamte Spieldauer mit nur zwei Reihen. Auf Dinslakener Seite gab es zwar im voll besetzten Kader von 21 Akteuren längere Verschnaufpausen, davon war auf dem Eis allerdings nicht viel zu sehen. Alles, was am Sonntagabend für Aufsehen sorgte, stand auf oder neben der Tribüne und machte ordentlich Radau. Die angesprochenen Probleme auf dem Fan-Treffen zeigten von Beginn an Wirkung. Die Zuschauer peitschten ihre Mannschaft mit Trommeln, Gesängen und Applaus nach vorne.

Die Akteure auf dem Eis blieben jedoch blass. Nach zwei schnellen Toren der EG Diez-Limburg durch Florian Böhm (4., 7.) taute der Gastgeber langsam auf. In der zehnten Minute sorgte Philipp Heffler mit seinem Tor zum 1:2 für den ersten Wachmacher, ehe Alexander Zaslavski seinen zuvor begangenen Fehler in der Defensive mit einem satten Distanzschuss wiedergutmachte und den Ausgleich erzielte (15.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Kobras zwar ein kleines Chancenplus, wussten dieses allerdings nicht zu verwerten. Limburgs Julian Grund hingegen brachte die Gäste mit 3:2 in Führung (27.). Zehn Minuten später gelang Philipp Heffler zwar der Ausgleich. Danach sorgten die Limburger  aber innerhalb von nur 90 Sekunden durch Robert Sokol (37.), Julian Grund (38.) und Pierre Wex (39.) für die Vorentscheidung.

Auf die Gesänge „Kobras geben niemals auf“ folgten schließlich auch Taten. Durch Treffer von Kristof Kelsch (48.) und Stefan Dreyer (52.) kamen die Gastgeber noch einmal heran. Als dann zweieinhalb Minuten vor dem Ende ein Powerplay für die Kobras zustande kam, bat Vanek zur Auszeit. Sinnbildlich für die gesamte Partie kassierten die Dinslakener aber selbst in Überzahl noch ein Gegentor und gingen als verdiente Verlierer vom Eis.

Auf der Pressekonferenz machte Vanek seinem Unmut Luft: „Unsere Ausländer haben nicht funktioniert. Die werden dafür bezahlt, dass sie hier Leistung bringen, und das haben sie nicht getan“, sagte er und zielte damit auf die schwache Vorstellung von Plichta und Parker. Vanek weiter: „Jeder darf Fehler machen, aber irgendwann reicht es. Bei mir wachsen momentan die Hörner. Wer hier nicht Herz zeigt und sich nicht reinhängt, der kann seine Tasche packen und gehen. Das einzige, was mir gefallen hat, waren die Zuschauer.“