Wildschweine verwüsten Rasenplatz des TV Voerde

Fußball : Wildschweine pflügen Rasen des TV Voerde um

In der Nacht von Montag auf Dienstag haben sich mehrere Tiere auf dem Platz des TVV ausgetobt. Offenbar sind sie durch ein Loch im Zaun auf die Anlage gekommen. Neuer Blockrasen muss nun zügig eingebaut werden.

Herbert Struif traute seinen Augen nicht, als er am Dienstagmorgen auf den Platz im Voerder Stadion sah. Tiefe Furchen zogen sich durch den Rasen, das Fußball-Spielfeld ähnelte einem umgepflügten Acker. „Es sah aus, als hätte jemand mit einem Fahrzeug Bremsversuche auf dem Rasen unternommen“, sagt das Vorstandsmitglied des TV Voerde. Offenbar haben sich in der Nacht von Montag auf Dienstag Wildschweine auf dem Rasen ausgetobt.

Mit tierischem Besuch haben die Voerder Sportler schon manche unliebsame Erfahrung gemacht. Im vergangenen Jahr stand die Faustball-Feldsaison unter keinem guten Stern, weil mitten in der Vorbereitungszeit das Spielfeld zur Stolperwiese wurde. Im Untergrund hatte ein Maulwurf gewühlt. Und jetzt, mitten im Winter, geht’s auf dem Fußballplatz saumäßig zu. Wären nicht wegen der niedrigen Temperaturen und des Schneefalls Spiele auf dem Platz ohnehin derzeit kein Thema, hätten die Kicker jetzt ein handfestes Problem mehr. Das für kommenden Sonntag angesetzte Kreispokal-Spiel gegen den SuS 09 Dinslaken können die Akteure nun, wenn überhaupt, allenfalls auf Asche austragen.

Nach Spurenlage kamen die ungebetenen Gäste aus dem Bruckhausener Wald und haben sich über die B 8 in Richtung Voerder Sportanlage geschlichen. Dort nutzten sie offenbar ein Loch im Zaun, um auf den Rasenplatz zu kommen: „Unsere Anlage ist nicht komplett abgeriegelt“, sagt Herbert Struif. Das Material, um Löcher zu schließen, liege vor Ort.

Ob die Schweine auf dem Spielfeld Schmackhaftes gefunden haben, lässt sich vorerst nicht feststellen. „Wenn, dann kommen sie aber vielleicht wieder“, sagt Struif. In Absprache mit der Stadtverwaltung und einem Jäger sollen nun mögliche Maßnahmen in Angriff genommen werden. Die Vierbeiner haben sich offenbar über den kleinen Wald nahe der Grundschule erst einmal verzogen.

Vereinsvorsitzender Hans-Werner Tomalak nahm mittlerweile Kontakt mit den Verantwortlichen im Rathaus auf, um den Schaden am Rasen zu beheben. Allzu viel Zeit bleibt nicht.

Die A-Junioren des TV Voerde, die laut Tomalak „nach den Verbandsregeln zwingend auf Rasen spielen müssen“, bestreiten nach dem Spielplan ihre erste Partie auf eigener Anlage in diesem Jahr am 24. Februar gegen den 1. FC Bocholt. Bis dahin müsste das Spielfeld wieder nutzbar sein. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich nur eine Variante zur Schadensregulierung anbietet. Die betroffenen Bereiche müssen ausgestochen und neuer Blockrasen eingebaut werden. Allerdings sind die Voraussetzungen bei der derzeitigen Witterung schwierig. Den Fußballern bleibt da nur die Hoffnung auf zwei Dinge: besseres Wetter und dass die Wildschweine bleiben, wo sie sind.

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