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Lokalsport: Wickl muss sieben Tore verdauen

Lokalsport : Wickl muss sieben Tore verdauen

An Sebastian Wickl lag es freilich nicht, dass der TV Jahn gegen die Profis des MSV sieben Gegentore kassierte und im Viertelfinale des Niederrheinpokals ausschied. Der Schlussmann der Hiesfelder, der im Sommer von der Zebra-Reserve kam, parierte gegen seinen alten Verein nicht nur einen Elfmeter, sondern zeichnete sich auch bei weiteren Chancen der Duisburger aus. Dennoch war Wickl nach Spielende gefrustet.

"Sieben Gegentore sind einfach viel zu viel. Das ist gerade für einen Torwart enttäuschend und das muss man erst einmal verdauen", gab der Torhüter zu, der von einer verdienten Niederlage sprach: "Wir hätten länger die Null halten müssen, vielleicht wäre dann mehr möglich gewesen. Aber insgesamt waren wir zu ängstlich."

Mit sieben Toren rechnete auch Manager Harald Plank nicht. Der feierte gestern seinen 52. Geburtstag und war über das Wochenende mit der Familie nach London verreist, wo er die Partie seiner beiden Lieblingsmannschaften am Live-Ticker verfolgte. "Sieben Tore finde ich ein bisschen zu viel, aber wie ich hörte, hatten wir dieses Mal keine Chance. Mir wäre ein 2:5 wie beim Pokalfinale im Mai lieber gewesen. Aber jetzt heißt es Mund abwischen und weitermachen", sagte Plank vor seiner Rückreise aus England.

Den Handelfmeter in der ersten Halbzeit, den Wickl abwehrte, verschuldete Kevin Kolberg. Dieser war sich nach der Partie aber keiner Schuld bewusst. "Meiner Meinung nach war das nie im Leben Elfmeter, aber jetzt ist es auch egal - wir haben den Duisburgern ja auch so die Tore selbst aufgelegt. Aber wenn die Chance von Dennis Hecht beim Stand von 0:0 reingeht, läuft das Spiel eventuell anders."

Gar nicht mitwirken konnte übrigens Yannic Melis, der wieder Probleme mit dem Schambein hat.

(gaa)