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Lokalsport: Waclawczyk nimmt sein Team in Schutz

Lokalsport : Waclawczyk nimmt sein Team in Schutz

Hiesfelder Oberliga-Handballer kassieren ersatzgeschwächt 28:31 (11:15)-Niederlage gegen die Reserve des Bergischen HC.

Als die 28:31 (11:15)-Niederlage gegen den Bergischen HC II besiegelt war, wollte Matthias Waclawczyk seine Schützlinge nur in Schutz nehmen. Der Trainer des TV Jahn Hiesfeld verzichtete trotz einer schwachen Leistung seiner Truppe auf eine große Kritik und versuchte in der ersten Schlappe in eigener Halle das Positive zu finden: "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil es heute mit dieser Formation schwierig war, zu gewinnen. Wir haben verdient verloren, weil der Gegner einen Tick frischer war. ."

Die "Veilchen" gingen ersatzgeschwächt in die Partie und mussten nicht nur auf Torwart Stefan Meyer verzichten, sondern auch auf Niklas Weghaus, der dem Rückraum als Alternative von der Bank bestimmt gut getan hätte. Denn dort hakte es vor allem im ersten Abschnitt, als sich der TV Jahn fast nur auf Christian Mergners Tore vom Kreis verlassen konnte. Von Maximilian Reede und Kevin Kirchner, der erst nach der Pause auftaute, war dagegen wenig zu sehen und wegen einer Vielzahl an technischen Fehlern und vergebenen Chancen lag der Gastgeber verdient mit vier Treffern zur Halbzeit hinten. Wenn Adrian Schnier nicht gute erste 30 Minuten erwischt hätte, wäre auch ein höherer Rückstand möglich gewesen.

Nach dem Seitenwechsel verlor zwar Mergner seine Treffsicherheit und auch Schnier bekam seine Hände nicht mehr an viele Bälle und wurde durch Gregor Giesen aus der "Zweiten" zwischenzeitlich ersetzt, doch immerhin wehrte sich der TV Jahn gegen die Niederlage. Fünf Minuten nach der Pause zog der Gast zunächst mit dem 11:17 auf sechs Tore davon, doch dann begann Kirchner zu treffen und die Hiesfelder kamen bis auf 19:21 heran. Danach erhöhte die Reserve wieder auf fünf Tore, aber auch danach ließen sich die "Veilchen" nicht entmutigen und kämpften sich zurück. In der Schlussphase verkürzte der dritte Siebenmeterschütze Kirchner, zuvor verwarfen sowohl Felix Busjan als auch Philipp Tuda, auf 26:28 (58.), doch die Niederlage verhindern konnte dies auch nicht mehr.

Weil der TV Jahn jedoch auch taktisch alles ausprobiert hatte, wegen fehlender Alternativen im Rückraum stellte Waclawczyk mit Mergner und Christoph Enders beide Kreisläufer auf, war die Rücksichtnahme des Trainers nach Spielende verständlich: "Wir haben versucht, die Ausfälle aufzufangen, aber leider war mit dem kleinen Kader nicht viel mehr möglich."

TV Jahn: A. Schnier, Giesen; Mergner (5), Kirchner (8/1), Enders (2), Reede (4), Tuda (2), Busjan (5), Kaspers, Supper, , C. Schnier, Schwengers (1).

(gaa)