Voerder Sportpreis des Monats für Kanu-Club Friedrichsfeld

Kanusport : Lotte Liwowski will wie ihr Vater Lutz bei Olympia starten

Der Kanu-Vierer der Schülerinnen B des KC Friedrichsfeld erhielt den Voerder Sportpreis des Monats und hat ehrgeizige Ziele. Im kommenden Jahr wollen sich die Talente für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren.

Vor fast 19 Jahren reiste der gebürtige Düsseldorfer Kanute Lutz Liwowski als Favorit zu den Olympischen Sommerspielen in die australische Metropole Sydney, wo er als Favorit im Vorlauf wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde. Schon vier Jahre zuvor war er bei den Spielen in Atlanta gestartet und war 1998 sowie 1999 Weltmeister geworden. Der Vater von drei Töchtern hat sein Talent augenscheinlich weitergegeben. Denn seine 11-jährige Tochter Lotte bekam jetzt mit ihrem Kanu-Vierer den Sportpreis des Monats der Stadt Voerde. Neben Mathilda Bertaggia starteten auch Jona Schneider und Rianne Clara Heck für den Kanu-Club Friedrichsfeld.

Stolz posierte das Quartett vor dem Vereinshaus des BSV Spellen mit einem Boot und nahm den Scheck in Höhe von 500 Euro entgegen. Dass es während der Übergabe etwas regnete, störte die Mädchen nicht. Werner Emde, einer ihrer insgesamt fünf Vereinstrainer, hatte unter der Überdachung gut Lachen und scherzte: „Die sollen sich nicht so anstellen, das sind Wassersportler.“

Gut gelaunt präsentierte sich auch Katja Bückmann, die in doppelter Funktion bei der Preisverleihung auftauchte. Sie ist nicht nur Pressewartin beim Kanu-Club, sondern auch die Mutter von Lotte Liwowski. „Wir sind sehr stolz auf die Mädels“, sagte Bückmann.

Die vier Preisträgerinnen im Alter von elf und zwölf Jahren stehen noch am Anfang ihrer Laufbahn, haben aber schon jetzt große Ziele. „Wir wollen auch in diesem Jahr wieder bei der Westdeutschen Meisterschaft auf dem Podium stehen und uns im nächsten Jahr dann für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren“, sagte Jona Schneider selbstbewusst.

Und so selbstbewusst dürfen die vier Talente auch sein, denn schließlich blicken sie schon jetzt auf zahlreiche Erfolge zurück. Über 500 Meter gelang im vergangenen Jahr der Sieg bei der Regatta in Datteln. In Essen reichte es zum dritten Platz, in Herdecke, Hamm und Herringen landeten die Mädchen auf dem zweiten Rang.

Der absolute Höhepunkt war aber der Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft über 2000 Meter auf der Regattastrecke in Duisburg-Wedau. Mit diesen Erfolgen haben die Nachwuchskanuten ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und trainieren nun fleißig weiter, um die nächsten Erfolge schaffen zu können. Während Rianne Clara Heck ihre sportlichen Ziele eher vorsichtig formuliert und bei ihr der Spaß im Vordergrund steht, gehen die anderen etwas offensiver an die Sache. Mathilda Bertaggia träumt von der Kanu-WM, Jona Schneider von der Deutschen Meisterschaft und Lotte Liwowski möchte genau wie einst Papa Lutz zu den Olympischen Spielen.

Was mit den gewonnenen 500 Euro passiert, da war sich das Quartett schnell einig: „Das wird gespart für neue Paddel oder ein Boot.“

(che)
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