Voerde: SV Spellen besorgt wegen Hallenbadschließung

Moderner Fünfkampf : SV Spellen sorgt sich wegen Badschließung

Die mindestens noch mehrere Monate dauernde Schließung des Hallenbades in Friedrichsfeld trifft auch den SV Spellen hart.

Die Modernen Fünfkämpfer trainieren dort immer montags auf ein bis zwei Bahnen. 15 bis 20 Mitglieder umfasst die Gruppe, darunter zahlreiche Kinder, die gerade erst den Einstieg in die olympische Sportart finden. „Wir haben definitiv ein Problem. Für das Schwimmtraining müssen wir nun gucken, ob wir nach Wesel oder in ein Dinslakener Bad ausweichen können. Ich hoffe, wir haben auf diesem Weg irgendwie die Chance, das Training fortzusetzen“, sagt Joachim Kaßelmann.

Vor allem die offene Dauer der Schließung bereitet dem SVS-Vorsitzenden Bauchschmerzen. „Für eine gewisse Zeit lässt sich das noch ganz gut überbrücken. Wenn die Sportler, darunter eben viele Kinder, auf Dauer weit fahren müssen, wird es schwierig.“ Im schlimmsten Fall wäre der Fortbestand der Mehrkampfgruppe gefährdet.

Dabei hat der Moderne Fünfkamp in Spellen eine große Tradition. Seit rund 25 Jahren wird die Kombination aus Schwimmen, Laufen, Schießen, Fechten und Reiten bei den „Schweizern“ betrieben. Die kleine Gruppe, die sich ursprünglich über den Fechtsport entwickelte, ist seit langem „eine feste Säule im Vereinsleben des Klubs“, betont Kaßelmann.

Eine lange Schließung des Hallenbades, unter der auch andere Vereine in Voerde leiden, würde den Verein als Ganzes deutlich schwächen. „Wenn wir plötzlich 20 Mitglieder verlieren würden, dann träfe uns das hart“, sagt Kaßelmann, der in dieser schwierigen Lage auf die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband (SSV) in Voerde setzt. „Der SSV war in diesen Situationen für die Vereine immer ein verlässlicher Mittler. Ich denke, die Verantwortlichen des Sportverbandes werden das auch dieses Mal wieder koordinieren und uns helfen können.“

(Ott)
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