Voerde: Faustballer fahren optimistisch nach Berlin

Faustball : TV Voerde fährt selbstbewusst nach Berlin

Der Bundesligist ist am heutigen Samstag beim Tabellenführer zu Gast. Dort will er seine DM-Ambitionen unterstreichen. Die Voerder Frauen absolvieren in der Zweiten Bundesliga zwei Spiele in Wardenburg.

Für die Faustballer des TV Voerde geht es am heutigen Samstag (16 Uhr) zum Bundesliga-Tabellenführer VfK Berlin. „Leicht wird es nicht. Aber wenn wir nicht dran glauben, dann bräuchten wir auch nicht hinzufahren“, sagt Spielertrainer Sebastian Pynappel. Die Spannung ist immer noch da an der Spitze der Nordstaffel. In der Siegerrunde geht es noch um zwei Tickets für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft. „Berlin wird auch alles geben, Niederlagen können die sich auch nicht erlauben. Von daher wird es schwer.“ Durch den Sieg gegen den direkten Konkurrenten VfL Kellinghusen am vergangenen Wochenende ist Voerde zurück in der Spur und unterstreicht seine Ambitionen, zur Endrunde nach Ahlhorn zu reisen. „Wir haben jetzt schon eine gute Ausgangslage, aber wir können halt nicht nachlassen“, sagt Pynappel.

Der VfK Berlin gehört zu Crème de la Crème des europäischen Faustballs und bezwang den TVV im Hinspiel mit 5:0. „Sie haben vielleicht kleine Schwächen in der Defensive, da können wir ansetzen. Aber man muss neidlos anerkennen, dass die Berliner schon eine Klasse für sich sind“, sagt der Spielertrainer. Dennoch will Voerde alles geben, denn selbst ein Satzgewinn könnte ausschlaggebend dafür sein, ob der TVV oder die punktgleichen Kellinghusener zu DM dürfen. Der Spielertrainer kann bis auf Angreifer Ralf Liebschner alle Spieler mitnehmen.

Die Leistungsträger Phillip Hofmann (Angriff) und Kevin Schmalbach (Zuspiel) waren im Hinspiel nicht fit und haben bereits gegen Kellinghusen gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Voerde ist ein nervenstarkes Team, was auch eine Spitzenmannschaft in Verlegenheit bringen könnte, und nicht zuletzt kann der TVV vielleicht etwas befreiter aufspielen, da der Pflichtsieg gegen Kellinghusen bereits erreicht wurde.

Am vorletzten Doppelspieltag der Feldsaison wollen die Faustballerinnen des TV Voerde ihren ersten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga am Sonntag um 11 Uhr in Wardenburg verteidigen. Neben dem Gastgeber ist dort auch der Ohligser TV ein Gegner, der tabellarisch knapp hinter dem TVV steht.

„Wir würden Ohligs gerne ärgern, die wollen unbedingt aufsteigen“, sagt Spielertrainerin Katja Hofmann. Der Dauerrivale hatte im Hinspiel allerdings keine Chance. Damals gab es ein klares 3:0 für den TVV. „Ich weiß nicht, warum Ohligs dort so wenig Biss gezeigt hat. Normalerweise sind sie wesentlich stärker. Ich glaube, dass unsere zweite Begegnung in dieser Saison deutlich knapper ausgehen könnte“, sagt Hofmann. Der Ohligser TV wird durch den Aufstiegswunsch und die Tabellenkonstellation mit Sicherheit eine andere Mentalität an den Tag legen als im Hinspiel, in dem das Team unkonzentriert wirkte.

Die Voerderinnen verloren hingegen das Hinspiel gegen Wardenburg mit 1:3. „Wir waren da nicht ganz bei uns und es hat einiges nicht gepasst“, sagt Hofmann. Gerade im Aufbau verlor der TVV den Faden und konnte Katja Hofmann viel zu selten in gute Angriffspositionen bringen. Mit zum Wardenburger TV reisen Grans, Hofmann, Arendsen, Kaufhold, Rösner, Schmalbach und Matthews. „Wir sind entspannt. Ich glaube aber, dass wir durchaus zwei Siege holen werden.“ Der TVV hat mit dem kommenden Spieltag und dem letzten Spiel gegen den Lemwerder TV am 15. Juli nur noch Auswärtsspiele. Für Katja Hofmann, die im kommenden Sommer nach Leverkusen wechselt, gibt’s also kein Heimspiel mehr auf dem schwierigen Terrain an der Rönskenstraße. „Natürlich war es nicht immer leicht auf unserem eigenen Rasen, aber mit der Zeit hat man sich daran gewöhnt und kannte auch ein paar Unebenheiten. Im Namen des ganzen Teams möchte ich vor allem Leon Mittelmeyer danken, der neben seinem Beruf alles dafür gegeben hat, den Platz auf Vordermann zu bringen. Ohne ihn wäre das eine oder andere Heimspiel sicher nicht möglich gewesen“, sagt Hofmann.

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