Lokalsport: Viele Fouls - nur wenig Eishockey

Lokalsport : Viele Fouls - nur wenig Eishockey

Kobras besiegen die Hammer Eisbären nach schwachem Spiel mit 2:0.

Mit einem 2:0 (1:0, 1:0, 0:0)-Erfolg über die Hammer Eisbären schlossen die Dinslaken Kobras nach dem 6:5 nach Verlängerung gegen den Herforder EV ein erfolgreiches Wochenende in der Eishockey-Regionalliga ab. Von Anfang an waren die Gastgeber bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen. Als sich Hamms Sebastian Pigache in der achten Minute die erste Strafzeit der Partie abholte, nutzten die Kobras die Überzahl knapp vor Ende der zwei Minuten, als Alex Brinkmann nach einigem Gestocher vor dem Gäste-Tor die Scheibe vor den Schläger bekam und zum 1:0 versenkte.

In der 18. Minute holte sich Gäste-Spieler Martin Benes eine Fünf-Minuten- plus Spieldauer-Strafe ab, nachdem er Wilson mit einem Kniecheck unsanft von den Beinen holte. Der Puck war in diesem Moment ganz woanders. Es war bei weitem nicht die einzige unsportliche Aktion des Spiels. Michal Plichta und Ibrahim Weißleder lieferten sich immer wieder Wortgefechte und harte Zweikämpfe, in der 23. Minute bekam Hamms Nummer 44 wegen Stockchecks gegen den tschechischen Stürmer der Kobras - komplett abseits des Spielgeschehens - zwei Minuten. Diese Überzahl nutzten die Hausherren wiederum zum zweiten Treffer. Nachdem der Puck nach einem Schuss von Plichta von der Bande hinter dem Tor abgeprallt war, gelangte die Scheibe zu Stefan Dreyer, der die Kobras-Führung ausbaute (25.).

Doch nur wenige Minuten nach dem 2:0 verloren die Gastgeber völlig den Faden, so dass Hamm immer wieder Angriffe fuhr und etliche Male nur am hervorragend aufgelegten Dinslakener Torhüter Marvin Haedelt scheiterte. Kurz vor Ende des zweiten Drittels stoppten die Eisbären Plichta auf dem Weg zum Tor unsanft, so dass dieser am Boden liegen blieb und mit einer Trage vom Eis gebracht wurde. Im Schlussdrittel konnte die Nummer 34 jedoch wieder mitwirken und fiel durch Unsportlichkeiten auf.

"Die fünf Punkte tun gut. Es war ein sehr hartes Spiel. Das erste Drittel war unser bestes, da hatten wir viele Chancen, ab der Hälfte des zweiten Drittels haben wir den Faden verloren. Zum Schluss war es nur noch Kampf", sagte Kobras-Trainer Krystian Sikorski.

(pst)
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