Viel Neues und ein altes Ziel

Beim TV Jahn Hiesfeld hat in der Sommerpause ein Umbruch stattgefunden. Das Gesicht der Mannschaft hat sich verändert und mit Christian Schreier trägt auch ein neuer Trainer die Verantwortung. Der möchte einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, Manager Plank nur den Klassenerhalt.

Es ist vieles neu beim TV Jahn Hiesfeld. Das fängt bei Christian Schreier als Coach an, geht über eine stark veränderte Mannschaft und hört beim Trikotsponsor auf. Doch das Ziel im verflixten zweiten Jahr in der Niederrheinliga ist wie zuletzt dasselbe – zumindest für Manager Harald Plank: "Mit dem Klassenerhalt wäre ich schon zufrieden. Wenn mir den einer jetzt vor der Saison anbieten würde, würde ich ihn sofort unterschreiben. Eigentlich ist es auch egal, ob man Achter oder Zehnter wird, aber ich kann natürlich auch den Trainer verstehen, dass er höhere Ziele verfolgt."

Trotz einer schwierigen ersten Saison in der Niederrheinliga mit Höhen – wie einer zwischenzeitlichen Platzierung in der Tabellenspitze – und Tiefen – wie der Aufgabe von Coach Stefan Janßen – stand für den Aufsteiger am Ende der achte Rang zu Buche.

Einstelliger Tabellenplatz

Mindestens mit einem einstelligen Platz liebäugelt auch der neue Trainer Christian Schreier, doch nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Rafael Haddad, Vincent Grütter, Sven Najemnik, Erkan Sevinc oder den Koncic-Zwillingen Benno und Niko hat auch in der Sommerpause ein großer Umbruch beim TV Jahn stattgefunden. Harald Plank telefonierte sich in den vergangenen Monaten fast die Finger wund und durfte nach und nach die erforderlichen Neuzugänge vermelden, von denen sicherlich Stürmer Tuncay Aksoy (SSVg. Velbert) als ehemaliger Zweitligaspieler heraussticht. Doch auch die neue Nummer eins zwischen den Pfosten Martin Hauffe (SV Straelen), Alexander Schreier (VfB Günnigfeld), Kevin Kirstein (Dinslaken 09), Raik Wittig (Hamminkelner SV), Christian de Groodt (SV 08/29 Friedrichsfeld), Maik Noldes (1. FC Wülfrath), Sebastian Schulte-Kellinghaus (Viktoria Goch), Damiano Schirru (Concordia Oberhausen), Yunus Yildiz (Hamborn 07), Ramazan Okta (Bayer Uerdingen U 19), Dennis Slowinski und Rafet Yildirim (eigene A-Jugend) haben ihr Können in der Vorbereitung schon abgerufen.

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Allerdings verlief die Testphase in Hiesfeld nicht optimal. Der Coach fehlte selbst wegen einer schweren Erkrankung in den ersten Wochen und überließ dem neuen Co-Trainer Mehdi Rebti das Kommando. Dazu bereiteten mehrere Verletzungen Sorgen, so wie die von Kevin Kisyna. Der unumstrittene "Sechser" fehlte schon in der Endphase der vergangenen Saison und wird jetzt für zwei weitere Monate ausfallen.

Plank stapelt tief

Nicht nur deswegen stapelt der Manager etwas tiefer als gewohnt: "Aus meiner Sicht müssen wir so schnell wie möglich die Punkte sammeln, um in der Niederrheinliga zu bleiben. Dafür ist ein guter Start von Vorteil, aber wir haben das Problem, dass wir schon am zweiten Spieltag aussetzen müssen." Als Favoriten in der Liga handelt Harald Plank den KFC Uerdingen, Hönnepel-Niedermörmter, TuRU Düsseldorf und den Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen II. Mit Abstrichen folgen dann noch Ratingen und Wuppertal II. Der TV Jahn muss gegen die anderen Teams seien Punkte holen, die der Manager allesamt auf Augenhöhe sieht: "Ich glaube, dass es eine sehr spannende und ausgeglichene Saison wird."

(RP)