Hockey : VfB beugt sich

Ganz schwach besucht war die Mitgliederversammlung des VfB Lohberg. Doch die, die gekommen waren ließen sich vom Präsidium davon überzeugen dem Umzug von RWS Lohberg zur Dorotheenstraße zuzustimmen.

Das Problem brennt allen Betroffenen auf den Nägeln. Wohin mit Rot-Weiß Selimiyespor Lohberg, wenn am Gustav-Heinemann-Schulzentrum der Kunstrasenplatz für die Hockeyabteilung des TV Jahn Hiesfeld gebaut wird. Für die Verwaltung ist die Sache nach der letzten Sportausschuss-Sitzung klar: RWS zieht zur Bezirkssportanlage an der Dorotheenstraße in Lohberg um.

Dass davon der dort ansässige VfB Lohberg alles andere als begeistert war und ist, weiß man auch im Stadthaus. Doch nachdem Bürgermeisterin Sabine Weiss anlässlich des 100-jährigen Bestehens des TV Jahn ihr klares Ja zum Kunstrasen abgegeben hatte, waren Beigeordneter Klemens Schmand und seine Leute im Zugzwang. So setzte man den VfB durch die Ankündigung den bis Mai 2008 gültigen Pachtvertrag zu kündigen, unter Druck. Und das Präsidium des Lohberger Traditionsvereins reagierte.

Große Gefahr

Gestern morgen wollte sich Präsident Karl-Heinz Kriener das Votum seiner Mitglieder zur Zustimmung einer Mitnutzung durch RWS holen, und er bekam es. Kriener erläuterte zunächst noch einmal den gesamten Vorgang, beginnend mit ersten Gesprächen im Jahr 2002 und der Initiative von Ratsherr Heinrich Mühmert, der sich bekanntlich vehement für den Umzug des vorwiegend aus türkischen Mitbürgern bestehenden Vereins nach Lohberg einsetzt. Und er verwies auf die große Gefahr, dass bei einer Ablehnung die weitere Nutzung der Anlage durch den VfB in einem neuen Vertrag völlig anders geregelt sein könnte. "Dann steht RWS auch kurz oder lang auf unserem Rasen", kam es aus der Versammlung.

So stimmten von den gerade mal 23 anwesenden Mitgliedern 21 einer Mitnutzung durch RWS zu. Allerdings nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen. So erwartet man von der Stadt den Bau von drei weiteren Lichtmasten auf dem ersten Platz an der Industriestraße, die räumliche Trennung vom an der Augustastraße liegenden und durch RWS genutzten Platz, die weitere Nutzung der Rasenfläche unter dem Hochspannungsmast ausschließlich durch den VfB und dieBelegung der Anlage durch RWS mit maximal vier Mannschaften.

(RP)