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Handball: „Veilchen“ mit Rückenwind

Handball : „Veilchen“ mit Rückenwind

Nach Absteiger Mettmann-Sport trifft Handball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld mit der HG Remscheid auch im zweiten Saisonspiel auf eine Truppe, die schnell wieder da hinmöchte, wo sie herkam: In die Regionalliga.

"Auch wenn sich das jetzt vielleicht nach einer monotonen Wiederholung anhört: Aber durch die guten Ergebnisse der Vorbereitung einerseits und den guten Pflichtspiel-Auftakt haben wir derzeit einfach Rückenwind. Die Stimmung ist wirklich sehr gut und wir freuen uns aufs erste Heimspiel", umschreibt Trainer Burkhard Höffner die Situation seiner Oberliga-Handballer des TV Jahn Hiesfeld vor einem der "Kracher" des Spieltages. Nach Mettmann-Sport haben die Hiesfelder direkt den nächsten äußerst ambitionierten Regionalliga-Absteiger vor der Brust, für den es nur ein Ziel gibt: Rückkehr dahin, wo er herkam. Mit dem ehemaligen MTV-Akteur Phillip Hattig kehrt zudem ein bekanntes Gesicht nach Dinslaken zurück. Die Vorbereitungen auf das Spiel verliefen für den TV Jahn allerdings alles andere als positiv. Am Dienstag musste etwa die halbe Mannschaft beim Training passen. "Job, Studium, Lehrgang, Verletzung und Infekte", waren die Gründe, so Höffner, der sich darüber ärgerte, dass es ihm und seinem Partner Christian Hoffmeister nicht möglich war, die geplante "Belastungseinheit" wie beabsichtigt durchzuziehen. "Es war sicher nicht optimal, aber wir haben trotzdem gut trainiert. Nun hoffen wir, dass bis heute alle Spieler fit und an Bord sind", so Höffner, der schon am zweiten Spieltag die Schattenseiten des zwar feinen aber eben auch kleinen Kaders kennenlernen könnte. Viel wird sicherlich auch wieder davon abhängen, ob Christian Ginters seine zurzeit phantastische Form trotz einer weiteren Woche auf einem Zivildienstlehrgang — und somit, von der Abschlusseinheit abgesehen, ohne Training — weiterhin kompensiert hat.

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Echter Kracher

Was die Gäste angeht, so erwartet Höffner einen echten Kracher. "Remscheid wird uns sicherlich alles abverlangen. Gegen diese Mannschaft kann man auch mit einer richtig guten Leistung verlieren", zeigt sich der Übungsleiter nach dem imposanten 17-Tore-Sieg der Gäste zum Auftakt ein wenig beeindruckt. Doch Höffner weiß auch, dass Spiele gegen vermeintlich "leichtere" Gegner für seine Farben meist ein größeres Problem darstellen, denkt daher, dass "Remscheid genau richtig" kommt.

Die meiste Arbeit hat das Trainer-Duo derzeit aber mit "Nebenkriegsschauplätzen". Zum einen versuchen "Bulle" und "Hoffi" das DHB-Pokalspiel gegen Bundesligist HSG Nordhorn aus den Köpfen der Spieler herauszuhalten, zum anderen muss, "auch wenn es gut läuft, die Spannung und Konzentration hochgehalten werden", so Höffner.

(RP)