TV Voerde spielt sich in einen Torrausch

Fußball : TV Voerde spielt sich in einen Torrausch

Der A-Ligist hat im Spiel bei der DJK Vierlinden II keine Probleme und gewinnt mit 8:2. Spitzenreiter SGP Oberlohberg siegt mit 1:0 gegen Yesilyurt Möllen. Der VfB Lohberg feiert einen späten 2:1-Erfolg.

Einen ebenso glücklichen wie verdienten 2:1 (0:0)-Erfolg feierte der Fußball-A-Ligist VfB Lohberg beim SC Hertha Hamborn. Nach einer starken ersten Halbzeit, in der die „Knappen“ allerdings mehrere hundertprozentige Chance ausließen, wurde die Mannschaft von Trainer Thomas Grefen dann in der 70. Minute mit dem Rückstand bestraft. „Wir hatten ein Chancenverhältnis von gefühlt 50 zu eins für uns und dann gelingt denen auch noch ein Tor“, sagte Grefen. Fünf Minuten nach dem Gegentor kam es dann besonders dicke, als Leon Schliebach mit Rot vom Platz musste. „Er wurde mehrfach gefoult und hat dann Asche, die in seiner Hand war, auf den Boden geworfen. Der Schiedsrichter meinte, er hätte damit auf einen Gegner geworfen“, sagte der Trainer. Doch die Lohberger kämpften auch in Unterzahl und drehten das Spiel durch die Treffer von Burak Aktas (87.) und Dennis Meischner (91.). „Das war sicherlich etwas glücklich, aber auch hochverdient“, fasste der Übungsleiter zusammen.

Die bisher schwächste Saisonleistung zeigte der Tabellenführer SGP Oberlohberg bei Yesilyurt Möllen. Die „Dörfler“ gewannen zwar durch einen abgefälschten Schuss von Tim Koller (55.), bekleckerten sich mit dem 1:0 (0:0)-Sieg aber nicht gerade mit Ruhm. Mann des Tages war, da waren sich alle Beteiligten einig, SGP-Keeper Felix Schürmann. Er vereitelte etliche Möglichkeiten des Gastgebers und hielt die drei Punkte für die SGP fest. Oberlohbergs Coach Jens Szopinski: „Das war wirklich unsere schlechteste Saisonleistung, aber wenn man da oben steht, dann hat man auch das nötige Glück.“ Sein Pendant Oguzhan Akkaya war hellauf begeistert von seiner Mannschaft und Oberlohbergs Keeper Felix Schürmann: „Wir sind eigentlich die wahren Sieger. Meine Mannschaft hat ein riesen Spiel gemacht. Der Torwart von Oberlohberg hat in der Kreisliga nichts zu suchen, der gehört mindestens in die Landesliga.“ Einen Platzverweis gab es für Möllens Abel Agbonifo, der mit gestreckten Bein in einen Zweikampf gegangen war (75.). Akkaya erklärte die Entscheidung nach dem Schlusspfiff für gerechtfertigt: „Das war absolut in Ordnung, generell war der Schiri sehr gut.“ Den Oberlohbergern weiterhin dicht auf den Fersen sind die Fußballer des TV Voerde.

Die Mannschaft von Trainer Jörg Lieg drehte besonders im zweiten Durchgang bei der Reserve der DJK Vierlinden richtig auf und setzte sich verdient mit 8:2 (1:1) durch. Nachdem Til Faßbender die Gäste in Führung gebracht hatte (36.), konnten die Hausherren in der vierten Minute der Nachspielzeit durch einen direkt verwandelten Freistoß ausgleichen. Der TVV kam aber mit reichlich Rückenwind aus der Kabine und erzielte innerhalb der ersten neun Minuten im zweiten Durchgang gleich drei Treffer durch Kevin Bolou (46., 54.) und Daniel Fahnenbruck (50.). Nur neun Minuten später erhöhte Dennis Domnik dann sogar noch auf 5:1 (63.) und sorgte so für die Vorentscheidung. Auch nach dem Gegentreffer (65.) waren die Gäste nicht zu bremsen und schraubten das Ergebnis durch Treffer von Daniel Fahnenbruck (78., 83.) und Til Faßbender (90.) noch weiter in die Höhe.

Jörg Lieg war sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel liegen lassen. Nach der Pause haben die Jungs das aber sehr gut umgesetzt.“ Der SV Glückauf Möllen hat im Kampf um die oberen Plätze etwas Federn gelassen und kam bei Rheinland Hamborn nicht über ein 0:0 (0:0) hinaus. Möllens Coach Christian Schwarz war nach dem Abpfiff aber nicht unzufrieden: „Ich denke, man kann von einer gerechten Punkteteilung sprechen. Die hatten, genauso wie wir auch, viele gute Möglichkeiten, am Ende ist das 0:0 in Ordnung.“

Eine herbe 0:6 (0:2)-Niederlage musste die Zweitvertretung des TV Jahn Hiesfeld bei der Reserve der SF Hamborn 07 hinnehmen. Damit rutschen die „Veilchen“ auf einen Abstiegsplatz und geraten schon früh in der Saison unter Druck.