TV Voerde mit guter Bilanz in Fußball-Kreisliga A

Fußball : TV Voerde mutiert zur Tormaschine

Obwohl die Saisonvorbereitung nicht optimal war, ist die Mannschaft in der Kreisliga A nun das Maß aller Dinge. 67 Treffer in 16 Spielen hat der Spitzenreiter bereits erzielt. Doch der ärgste Verfolger bleibt die SGP Oberlohberg.

Im Hochsommer war Jörg Liegs Stimmung nahe dem Tiefpunkt. „Durchwachsen“ fand der Trainer des TV Voerde die Vorbereitung auf die kurz darauf beginnende Saison in der Fußball-Kreisliga A. Das Problem: Seine Mannschaft traf das Tor nicht. Nicht bei der prestigeträchtigen Voerder Stadtmeisterschaft, wo der TVV als Gastgeber bei miserabler Trefferquote Letzter wurde. Nicht beim großen Henrichs-Turnier. Nun, vier Monate später und mitten im tiefsten Winter, sind die Voerder im Stimmungshoch.

Mittlerweile ist das Team zur Tormaschine mutiert. 67 Treffer haben die Voerder in 16 Spielen bereits erzielt und sich damit geradewegs an die Tabellenspitze geschossen. Kaum ein Spiel, in dem der TVV nicht mehr als zwei Treffer erzielte. In zehn Partien knackte die Mannschaft sogar die Fünf-Tore-Marke. „Es liegt am Selbstvertrauen“, sagt Jörg Lieg. „Wir trainieren auch sehr viel. Daraus schlagen wir nun Profit“, sagt Lieg.

Der Scharfschütze im Team ist ohne Frage Daniel Fahnenbruck. Schon 22 Mal hat der Stürmer ins Schwarze getroffen. „Er hat sich ein Ziel gesetzt, er will Torschützenkönig werden“, sagt Jörg Lieg, der von der derzeitigen allgemeinen Situation auch etwas überrascht ist. „Ganz ehrlich, ich hätte nicht erwartet, dass es so für uns läuft. Ich hatte einige Teams stärker erwartet und ich will jetzt nicht hoffen, dass es uns jetzt in der Rückrunde trifft.“Glückauf Möllen und Eintracht Walsum sind die Gegner, die der TVV-Trainer noch weiter oben auf seinem Zettel stehen hatte. Den Walsumern gelang es als eines von nur zwei Teams, dem Ligaprimus einen Punkt abzuluchsen – beim 0:0 Anfang Dezember. Rheinland Hamborn war dieses Kunststück am zweiten Spieltag ebenfalls gelungen. „Das wurmt mich noch immer. Vor allem gegen Rheinland hätten wir gewinnen können und müssen. Gegen Walsum war es nicht unser Tag. Da hätten wir noch den ganzen Tag spielen können“, sagt Lieg.

Die vier verschenkten Punkte schmerzen deshalb, weil so die SGP Oberlohberg den Voerdern mit nur einem Punkt weniger noch immer auf den Fersen ist. Jörg Lieg: „Die Jungs haben es aber verstanden, dass sie immer ihre Leistung bringen müssen. Wir haben jetzt ein Ziel vor Augen.“

Für das neue Jahr wünscht sich der Voerder Trainer vor allem eines. „Wichtig ist, dass alle Spieler gesund bleiben“, sagt Lieg. Gut sieht es bei Thorben Isenberg und Marcel Warmann aus. Beide Spieler könnten bald wieder zum Einsatz kommen. Auch mit dem Blick auf den Platz formuliert Lieg noch gute Vorsätze: „Das Spielerische – da könnten wir noch viel besser werden. Irgendwie müsste da bei allen Akteuren in den Spielen noch mehr der Funke überspringen.“

Mehr von RP ONLINE