TV Voerde hofft auf Kunstrasenplatz

Fußball : TV Voerde hofft auf Kunstrasenplatz

Die Stadt Voerde und der Verein benötigen Fördergelder. Ein entsprechender Antrag ist bereits eingereicht.

Im Februar 2016 sorgte eine Nachricht aus Berlin für Hochstimmung bei der Stadt Voerde und bei der Sportvereinigung 08/29 Friedrichsfeld. Die erfolgreiche Bewerbung für das „Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ war der Startschuss für die umfassende Sanierung der Anlage am Tannenbusch, die Ende dieses Jahres endgültig abgeschlossen sein soll. Derzeit hoffen Verwaltung und ein anderer großer Sportverein der Stadt auf frohe Kunde. Fördergelder aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ von Bund und Land sollen auch dem TV Voerde zu einem Kunstrasenplatz verhelfen.

Mitte Mai hatte die Voerder CDU-Fraktion auf den kurz zuvor veröffentlichten Projektaufruf des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung NRW aufmerksam gemacht. Die Stadt reichte den entsprechenden Förderantrag dann am 31. Juli 2018 fristgerecht ein. „Ein Kraftakt“ sei das gewesen, betonte Dezernent Lothar Mertens auf der Sitzung des Sport- und Kulturausschusses am gestrigen Mittwochabend. Ein positiver Bescheid würde nun einem „Sechser im Lotto“ gleichkommen“, sagte Bernd Altmeppen von den Christdemokraten. Ganz so unwahrscheinlich dürfte eine Bewilligung zwar nicht sein, allzu großer Optimismus scheint im Vorfeld aber auch fehl am Platz zu sein.

Wann überhaupt eine Entscheidung fällt beziehungsweise verkündet wird, vermag man in Voerde im Moment auch gar nicht zu sagen. Klar ist aber: Ohne eine Förderung in der erhofften Größenordnung wird der TVV wohl noch lange auf den Bau eines Kunstrasens warten müssen.

Die Stadt hat für das gesamte Projekt Gesamtkosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro veranschlagt und eine Zuwendung in Höhe von rund einer Million (90 Prozent) beantragt. Es bliebe somit ein Eigenanteil von 112.370 Euro zu stemmen. Fließen die Gelder, soll der derzeitige Ascheplatz zu einem Kunstrasen-Großspielfeld umgebaut werden. In Verbindung mit dem Umbau müssten auch die Flutlichtanlage, Entwässerungssystem, angrenzende Wege und Barrieren erneuert werden. Im Förderantrag hat die Stadt zudem verdeutlicht, welchen Beitrag der TV Voerde schon seit vielen Jahren zur sozialen Integration im Stadtzentrum leistet und dass für den Verein mit einem ganzjährig bespielbaren Kunstrasen neue Freiräume bei den Belegungszeiten von Sporthallen und anderen Außenanlagen entstehen würden.