Lokalsport: TV Jahn verpasst nächste Überraschung

Lokalsport : TV Jahn verpasst nächste Überraschung

Handball-Verbandsliga: Hiesfeld verliert gegen Adler Königshof II mit 25:28 (9:15). Zwei Rote Karten in der Schlussphase.

An Gregor Giesen lag es nicht. Der Torhüter mit dem markanten Rauschebart knüpfte nahtlos an die starke Leistung aus der Vorwoche an, parierte schon in den ersten Minuten wieder Bälle in Serie. Seine Vorderleute taten sich da - gerade vor der Pause - wesentlich schwerer. Sieben Tage nach dem Überraschungserfolg beim bisherigen Tabellenführer SG Dülken verpassten die Hiesfelder Verbandsliga-Handballer den nächsten Coup gegen ein Spitzenteam. Vor recht dürftiger Kulisse in heimischer Halle unterlagen die "Veilchen" der Reserve von Adler Königshof mit 25:28 (9:15).

Nur etwa 50 Zuschauer verloren sich am Samstagabend in der neuen GHZ-Halle, knapp die Hälfte davon war aus Krefeld angereist. Eine trostlose Kulisse, von der sich beide Teams in der Anfangsphase aber nicht beeinträchtigen ließen. Flott ging es hin und her, die Abwehrreihen kämpften entschlossen um jeden Ball. Hiesfeld hielt, auch dank Giesen zwischen den Pfosten, ordentlich dagegen.

Mitte der ersten Hälfte wurde den Hausherren ihre fehlende Durchschlagskraft aber zum Verhängnis. Königshof hatte im Rückraum die gefährlicheren Alternativen und setzte sich daher auch nicht unverdient von 6:5 (18.) auf 15:7 (28.) deutlich ab.

Trotz des ziemlich klaren Rückstandes ließen die Jahn-Akteure die Köpfe aber nicht hängen. Mit neuem Mut und viel Engagement wurde die kurz vor der Pause begonnene Aufholjagd fortgesetzt. Beim Stand von 16:17 (42.) hatte André Schwarzenberg aus spitzem Winkel sogar die Chance zum Hiesfelder Ausgleich, aber Adler-Keeper Jannik Keber parierte, im Gegenzug trafen die Gäste wieder.

Auch in den nächsten Minuten bestraften die Krefelder zwei, drei Hiesfelder Fehler rigoros und erarbeiteten sich so wieder einen kleinen Vorsprung, den sie bis zur Schlusssirene verteidigten. Nur beim 20:22 (53.) schöpften die wenigen Heimfans noch einmal etwas Hoffnung.

Ein wenig Farbe ins Spiel brachten in den Schlussminuten noch die beiden Referees. Sowohl die Rote Karte gegen Jahn-Akteur Nils Berner, als auch die gegen den Königshofer Alexander Spoo mussten sie wirklich nicht geben.

"Ich kann den Jungs kämpferisch absolut keinen Vorwurf machen. Ein Unentschieden hätten wir uns schon verdient gehabt", urteilte Jahn-Coach Werner Schwarzenberg hinterher.

TV Jahn: Giesen, Barth; Krause, Berner (2), Bestier (5), Supper (2/1), Adler (1), Schwarzenberg (6/2), Bihn (1), Möller, Jurzik (5), Schwarz (3).

(RP)
Mehr von RP ONLINE