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Lokalsport: TV Jahn rechnet mit schwerer Aufgabe

Lokalsport : TV Jahn rechnet mit schwerer Aufgabe

Fußball: Der Tabellenvierte der Oberliga muss heute beim abstiegsbedrohten FSV Vohwinkel antreten. Nach einer längeren Durststrecke wollen die "Veilchen" endlich wieder einen Sieg einfahren. Platz drei wäre vorerst möglich.

Wäre alles wie geplant gelaufen, dann hätte es womöglich am Platz des FSV Vohwinkel nach Glühwein geduftet. Irgendwo hätte eine geschmückte Edeltanne gestanden und der Sieger der Fußball-Oberliga-Partie zwischen dem TV Jahn Hiesfeld und den Wuppertalern hätte seinen Erfolg vielleicht auf dem Weihnachtsmarkt gebührend gefeiert - hätte. Stattdessen treten die "Veilchen" etwas zähneknirschend erst heute die Reise zu den abstiegsbedrohten Wuppertalern an. "Mittwochsspiele sind grundsätzlich Mist. Ich bin froh, wenn wir dieses Spiel hinter uns haben. Dann war es das mit den Nachholspielen", sagt TV-Trainer Thomas Drotboom. "Zum Glück hat mein Trainerkollege Marc Bach es möglich gemacht, dass wir erst um 20 Uhr spielen. Das erleichtert uns die Anreise etwas."

Zusätzlich wird die heutige Aufgabe durch die Ergebnisse des Wochenendes erschwert. Nicht etwa der eigene gute Auftritt gegen Schonnebeck bereitet dem Jahn-Trainern Unbehagen. Ausgerechnet die Niederlage der "Füchse" gegen Schlusslicht Düsseldorfer SC 99 lässt bei Drotboom und seinem Co-Trainer Markus Kay die Alarmglöckchen leise klingeln. "Man kennt das ja", sagt Kay. "Die Mannschaften, die mit dem Rücken zur Wand stehen, kämpfen, kratzen, beißen und spucken. Da können wir nicht reingehen und das Spiel auf die kalte Schulter nehmen."

Auch Drotboom warnt: "Dass Vohwinkel gegen den DSC verloren hat, wird dafür sorgen, dass wir richtig was zu tun bekommen werden." Warnung sollte dem TV Jahn zusätzlich auch das Hinspiel sein. Nach deutlicher Führung hätte Vohwinkel den "Veilchen" den Sieg beinahe noch vor der Nase weggeschnappt. Mit einem 3:2 endete die Partie damals "und Vohwinkel hätte mit ein bisschen Glück noch das 3:3 machen können", sagt Kay. Beim 1:1 gegen Schonnebeck zeigte sich der Tabellenvierte nach turbulenten Tagen wieder von seiner besseren Seite und erkämpfte sich mit starker Einstellung ein Unentschieden.

Mit einer ähnlich guten Leistung sollte also auch im heutigen Nachholspiel nicht viel anbrennen. "Wenn die Jungs alles abrufen, dann werden wir auch etwas Zählbares mitnehmen", sagt Thomas Drotboom zuversichtlich. Wer auf der Wuppertaler Kaiserhöhe im Jahn-Trikot auflaufen wird, wollen Thomas Drotboom und Markus Kay erst kurzfristig entscheiden. "Das Spiel am Sonntag hat Kraft gekostet. Da werden einige ihre Knochen zählen. Vielleicht werden wir dem einen oder anderen eine Pause gönnen", sagt der Co-Trainer.

Ein möglicher Kandidat für solch eine Pause könnte Ioannis Alexiou sein. Gut möglich, dass an seiner Stelle ein junger Spieler wie Lennart Laader ins Aufgebot rutscht. "Ioannis braucht einmal eine Pause, und warum sollten wir nicht auch einmal rotieren. Die Jungs trainieren alle sehr gut", sagt Thomas Drotboom.

(RP)