TV Jahn Hiesfeld zeigt Höhen und Tiefen

Fußball : TV Jahn Hiesfeld mit Höhen und Tiefen

Der Oberligist holt im Test gegen den SV Schermbeck ein 4:4 heraus. Zur Pause liegt er mit 0:4 zurück.

In einem turbulenten Testspiel gegen den Oberliga-Aufsteiger SV Schermbeck hat der Fußball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld nach einem 0:4-Halbzeitrückstand noch ein 4:4 ergattert. „Schermbeck war in der ersten Halbzeit richtig gut und hat Pressing gespielt. In den ersten zehn Minuten sind wir da noch ganz gut herausgekommen, danach wurde es schwierig“, sagte Hiesfelds Teammanager Thomas Drotboom.

Ohnehin habe seine Mannschaft im Verbund kein gutes Spiel gemacht – mit Ausnahme von Torhüter Alexander Gbür, der noch „zwei bis drei gute Dinger herausgeholt“ habe. Abwehrchef Ioannis Alexiou sei an drei der vier Tore entscheidend beteiligt gewesen.

Bereits nach sieben Minuten gingen die Gäste durch Malte Grumann in Führung, darauf ließ SVS-Stürmer Ivan Benkovic einen lupenreinen Hattrick folgen (15., 30., FE, 43.). „Was mich gestört hat, war die Art und Weise, wie wir die Gegentore bekommen haben. Die Jungs haben Alex im Stich gelassen. So habe ich meine Mannschaft noch nie gesehen“, sagte Drotboom. „Ich bin dann auch in der Kabine etwas lauter geworden und habe den Spielern ins Gewissen geredet, dass die Zuschauer, die auch bei Wind und Wetter kommen, etwas sehen wollen und wir uns so nicht präsentieren können.“

Die Worte schienen bei den Hiesfeldern angekommen zu sein, denn bereits in der 51. Minute gelang Gino Mastrolonardo nach einer sehenswerten Kombination der Anschlusstreffer für den TV Jahn. Elf Minuten später legte der Mittelfeldmann seinen zweiten Treffer nach.

Nach einem Foul an Maik Goralski trat Pascal Spors in der 65. Minute zum Strafstoß an und traf zum 3:4. In der 76. Minute war es dann Goralski selbst, der nach einem Freistoß aus halbrechter Position den Ball per Kopf zum Ausgleich in die Maschen beförderte.

„In der zweiten Halbzeit lief es bei uns ganz klar besser. Das sind, glaube ich, aber auch die Begegnungen, die wir brauchen, damit die Spieler merken, dass nicht alles von alleine geht. Unterm Strich bin ich mit dem Spiel aber zufrieden“, sagte der Hiesfelder Coach. „Wir haben jetzt drei Wochen Vollgas gegeben und machen erstmal drei bis vier Tage Pause.“

(pst)
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