TV Jahn Hiesfeld bleibt in der Abstiegszone

Fußball : TV Jahn Hiesfeld bleibt nach dem 1:1 in der Abstiegszone

Der Oberligist kommt gegen den Aufsteiger FSV Duisburg nicht über ein 1:1 hinaus. Größtenteils präsentieren sich beide Teams schwach.

Drinnen im Zelt des „Club 100“ neben der Tribüne feierten die Hiesfelder ihr Oktoberfest. Der TV Jahn kredenzte seinen Sponsoren und Fans deftige Speisen. Der Kontrast zum Geschehen draußen auf dem Rasen konnte kaum größer sein. Dort gab’s über neunzig Minuten Magerkost. Der heimische Fußball-Obrligist mühte sich gegen den FSV Duisburg um den dritten Saisonsieg, der ein wenig Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft hätte. Selbst gegen den Neuling, der bis dato gerade mal drei Punkte auf dem Konto hatte, gelang den „Veilchen“ aber kein Befreiungsschlag. Das 1:1 (1:0) stellte auf beiden Seiten weder Spieler noch Verantwortliche zufrieden.

Es gibt Unentschieden, bei denen das Prädikat „leistungsgerecht“ für die beteiligten Teams als Kompliment aufzufassen ist. Das Duell zwischen dem bisherigen Tabellenvorletzten und dem Schlusslicht gehörte nicht dazu. Die Duisburger fielen mehr mit technischen Unzulänglichkeiten als mit spielerischer Finesse auf, und die Hiesfelder waren nicht in der Lage, die Schwächen des Gegners konsequent zu nutzen. So entwickelte sich über weite Strecken ein unansehnliches Fehlpass-Festival, das Jahn-Abteilungsleiter Gerd Ott zur Pause passend zusammenfasste: „Wer das Spiel sieht, weiß, warum beide Mannschaften da unten stehen.“

Kevin Krystofiak hatte noch nach zwölf Minuten für einen hoffnungsvollen Auftakt gesorgt. Er verwandelte einen Freistoß-Lupfer von Nicola Pakowski freistehend vor Torwart Jannik Hinsenkamp zum 1:0 für den Gastgeber. Unter normalen Umständen hätte der Vorsprung Sicherheit geben müssen. Aber anstatt den FSV weiter unter Druck zu setzen, ließ Thomas Drotbooms Elf im Mittelfeld dem Gegner viel zu viel Raum. Obwohl der Aufsteiger in der Offensive weitgehend bieder und harmlos auftrat, konnte er die Hiesfelder größtenteils vom eigenen Tor fernhalten. Und wenn die „Veilchen“ doch gefährlich wurden, resultierte das oft aus haarsträubenden Patzern der Gäste. Wie in der 23. Minute, als Kevin Menke leicht nahe der Mittellinie den Ball eroberte und nach einem schönen Solo mit einem Schlenzer nur den Pfosten traf.

Auf der anderen Seite bekam Alexander Gbür wenig zu tun, hatte jedoch Glück, das Schiedsrichter Maik Henkies bei einem Zweikampf des Hiesfelder Torhüters mit Enes Bayram sechs Minuten nach dem Seitenwechsel im Strafraum nicht auf Elfmeter entschied. Kurz zuvor hatte Damiano Schirru schon eine gute Gelegenheit zum 2:0 verpasst, als er nach schöner Vorarbeit von Philipp Goris überhastet übers Tor schoss (47.). „Wir müssen solche Dinger reinmachen“, sagte Teamchef Drotboom. Seine Mannschaft setzte vermehrt auf Konter, spielte sie aber nicht sauber aus. Und dann kam, was in solchen Fällen häufig kommt: Ein Fehler in der Abwehr bescherte Duisburg den Ausgleich. Ein flacher Pass von links erreichte Güngör Kaya im Hiesfelder Strafraum, der fackelte nicht lange und markierte den Treffer zum 1:1 (65.). Fast im Gegenzug vergab Gino Mastrolonardo noch fahrlässig mit dem Außenrist eine Chance zur erneuten Führung, mehr passierte nicht.

Trotz des Remis klettert der TV Jahn Hiesfeld um zwei Plätze und spielt am Sonntag beim neuen Tabellenvorletzten VfB Speldorf.

TV Jahn Hiesfeld: Gbür Wichert, Alexiou, Mastrolonardo (73. Goralski), Krystofiak, Menke, Schirru (65. Gataric), Pakowski (53. Jagalski), Goris, Spors, Sakho.