Trainerwechsel im Sommer bei SGP Oberlohberg

Fußball : Jens Szopinski verlässt die SGP Oberlohberg im Sommer

Der Trainer des A-Ligisten hat seinen Abschied angekündigt. Auch Assistent Torsten Nienhaus hört auf. Der Verein und der Trainerstab haben sich „konzeptionell und perspektivisch nicht einigen können“, sagt Szopinski.

Der Blick auf die Tabelle der Fußball-Kreisliga A lässt bei der SGP Oberlohberg derzeit nur wenige Wünsche offen: Platz zwei, 44 Punkte, mit drei Zählern Rückstand auf Tuchfühlung zum Spitzenreiter TV Voerde. Die sportliche Bilanz stimmt. Insofern überrascht die Nachricht, die Jens Szopinski seiner Mannschaft am Donnerstagabend zum Training mitbrachte. Der Trainer und sein Assistent Torsten Nienhaus bleiben nur noch bis zum Saisonende. Dann ist Schluss mit der Zusammenarbeit.

Vor eineinhalb Jahren hatte das Duo eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen. Es galt, einen radikalen Umbruch zu bewältigen, mehr als eine komplette Fußballmannschaft hatte den Verein verlassen und ebenso viele Zugänge mussten integriert werden. Szopinski und Nienhaus gelang es, nach einem schwierigen Start ein konkurrenzfähiges Team zu formen. Am Ende der Saison 2017/18 fand sich die SGP auf dem siebten Platz wieder.

Und die Verantwortlichen meldeten Ansprüche an: „Im zweiten Jahr wollen wir um den Aufstieg mitspielen“, sagte Jens Szopinski damals – und setzte seine Worte in die Tat um. Trotzdem entschloss er sich nun zur Trennung im Sommer, unabhängig davon, in welcher Spielklasse die SGP demnächst antritt. Die Begründung fällt aus Sicht des Coaches knapp aus: „Wir konnten uns konzeptionell und perspektivisch nicht einigen.“ Weiter ins Detail will der 42-Jährige nicht gehen.

Andreas Matyjaszek wird da deutlicher. Der Sportliche Leiter und Vereinsvorsitzender Ali Kaya erfuhren am Mittwoch, dass sie sich auf die Suche nach einem neuen Coach machen müssen. „Es ist nicht so, dass es Stress gab“, sagt Matyjaszek. „Wir machen vernünftig bis zum Saisonende weiter. Aber wir haben nicht das finanzielle Potenzial, um die Mannschaft so zu verstärken, wie die Trainer es sich vorstellen.“

Im Verein fehlt ohne eigene A- und B-Jugendmannschaft der Unterbau, das Budget für Transfers ist begrenzt: „Da können wir nicht mal eben zehn- oder zwanzigtausend Euro locker machen“, sagt Matyjaszek. Positiv an dem frühen Zeitpunkt der Bekanntgabe ist für den Verein, dass die Suche nach einem Nachfolger in Ruhe erfolgen kann. Kandidaten stehen noch nicht zur Debatte: „Wir wissen gerade seit einem Tag Bescheid“, sagt „Schuppi“, für ihn selbst kommt eine Rückkehr auf die Trainerbank kaum in Frage. „Es ist nicht geplant, dass ich das mache.“ Bewerbungen werden ab sofort angenommen. Jens Szopinski will mögliche Angebote anderer Clubs auf sich zukommen lassen: „Und wenn sich danach keine andere Aufgabe ergibt, schaue ich mir eben als zweifacher Vater Spiele bei der Jugend von Glückauf Sterkrade oder beim SuS 09 Dinslaken an.“ Aber jetzt liegt der Fokus zunächst auf Sonntag. Um 15 Uhr tritt die SGP in der vierten Runde des Kreispokals bei der TS Rahm an.

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