Top-Spiel zwischen TV Voerde und SGP Oberlohberg

Fußball : TV Voerde kann für Vorentscheidung sorgen

Der Spitzenreiter in der Kreisliga A empfängt den Verfolger SGP Oberlohberg, der dringend punkten muss, um überhaupt noch eine Chance auf den Aufstieg zu haben. Yesilyurt Möllen und Glückauf Möllen bestreiten das Derby.

In der Fußball-Kreisliga A steht am Sonntag um 15.15 Uhr das Top-Spiel zwischen dem Tabellenführer TV Voerde und der nur vier Punkte dahinter stehenden SGP Oberlohberg an. Das Hinspiel in Oberlohberg ging mit 5:2 an den TVV, doch nun wittert die SGP die Chance, den Druck auf den Konkurrenten zu erhöhen.

„Meine Erwartung ist, dass wir das Spiel für uns entscheiden“, sagt Voerdes Trainer Jörg Lieg. „Wir müssen zu 100 Prozent in Form sein und von Anfang an aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Wir wollen schnellstmöglich einen Treffer erzielen. Oberlohberg wird versuchen, kompakt zu stehen, schnell den Ball zu gewinnen und insbesondere über Gieselmann und Dyballa mit Tempo nach vorne zu kommen“, sagt der Coach.

Auch SGP-Trainer Jens Szopinski erwartet ein spannendes Duell. „Ich hoffe auf ein spannendes, aber faires Top-Spiel. Es geht ans Eingemachte. Wir möchten die Partie mitgestalten, anstatt nur zu reagieren und dabei mit offenem Visier nach vorne spielen“, sagt der Coach. „Was wir allerdings nicht machen dürfen, ist, kopflos zu agieren und die Defensive zu vernachlässigen, gerade bei Voerdes riesiger Offensivqualität.“ Denn mit 89 Toren hat der TVV den gefährlichsten Angriff der Liga. Besonderes Augenmerk dürfte dabei auf Daniel Fahnenbruck liegen, der mit 27 Treffern der Top-Torjäger der Kreisliga A ist, dahinter folgt jedoch bereits Oberlohbergs Dennis Gieselmann mit 24 Toren.

Personell stehen beiden Trainern voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung, so dass sie die Qual der Wahl haben. „Wir werden alles tun, um den Aufstiegskampf spannend zu halten, aber bei einer Niederlage ist der Drops gelutscht“, sagt Szopinski.

Yesilyurt Möllen und Glückauf Möllen bestreiten am Sonntag, 15 Uhr, das mit Spannung erwartete Derby. Dieses steht für beide Teams unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen. Glückauf kann als Tabellendritter befreit aufspielen, während Yesilyurt im Abstiegskampf dringend Punkte braucht. Im chaotischen Hinspiel setzte sich Glückauf mit 6:4 durch. „Wir freuen uns darauf. Wir haben keinen großen Druck. Yesilyurt wird kämpfen bis zum Umfallen. Mal schauen, wie wir darauf reagieren“, sagt GA-Trainer Christian Schwarz.

Yesilyurt-Coach Özgür Yerden geht die Partie allerdings eher entspannt an. „Ich hoffe, dass wir uns weder Verletzungen noch Platzverweise abholen, denn der Fokus liegt klar auf der nächsten Partie gegen Lohberg“, sagt der Coach über die nachfolgende Partie gegen den Tabellennachbarn. „Wenn wir einen Punkt holen, wäre das natürlich gut, aber das Spiel gegen Lohberg ist wichtiger“, sagt Yerden. Verzichten muss er auf Murat Yildirim und Yücecan Tutum.

Der TV Jahn Hiesfeld II empfängt zeitgleich die DJK Vierlinden II. Für den Gastgeber wäre ein Punktgewinn ungemein wichtig, um dem Ziel Klassenerhalt einen Schritt näher zu kommen. Trainer Frank Pluhnau sieht das genauso: „Das ist wirklich ein unglaublich wichtiges Spiel für uns. Wir müssen alles reinwerfen. Wenn dabei ein Punkt herausspringen würde, wäre das natürlich ein riesiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.“ Mit einem harten Restprogramm, unter anderem mit den Partien gegen Spitzenreiter Voerde und dem Zweiten SGPO, ist die Aussicht auf allzu viele Zähler nicht groß. „In so einem Spiel muss man die Chancen nutzen, die man bekommt. Sonst wird das nichts mit dem Punkt.“

Ebenfalls auf den Klassenerhalt hofft der in den vergangenen Wochen arg gebeutelte VfB Lohberg. Am Sonntag um 15.15 Uhr ist der VfB bei der wiedererstarkten Reserve von Hamborn 07 zu Gast, die sich nach einer schwachen Hinrunde auf den vierten Platz gearbeitet hat. „Das wird ein ganz schweres Spiel für uns. Hamborn hat einen richtig guten Kader. Die gehören auch da oben hin“, sagt VfB-Trainer Thomas Grefen. „Personell sieht es bei uns immer noch nicht rosig aus, jetzt fällt auch noch Tim Bruß aus.“ Der Coach übt sich allerdings in Optimismus. „Wir versuchen, das Beste daraus zu machen. Im Hinspiel haben wir viele Chancen vergeben, aber momentan ist unser Problem eher die Substanz. In der Schlussphase fehlt uns oft die Kraft“, sagt Grefen.

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