Top-Spiel zwischen TV Jahn Hiesfeld und TV Kapellen in Verbandsliga

Handball : TV Jahn Hiesfeld freut sich auf das Top-Spiel

Der ungeschlagene Spitzenreiter der Verbandsliga ist am morgigen Sonntag beim Tabellenzweiten TV Kapellen zu Gast. Mit Christian Ginters wartet dort ein guter Bekannter.

Gut sechs Jahre ist es her, da stand Christian Ginters noch voll im Saft und war Woche für Woche der entscheidende Mann bei den Handballern des TV Jahn Hiesfeld – damals noch in der Oberliga. Mittlerweile ist „Günni“, der am Freitag seinen 34. Geburtstag feierte, Spielertrainer beim TV Kapellen in der Verbandsliga und immer noch in der Lage, Spiele zu entscheiden. Am Sonntag um 11.15 Uhr kommt es zum großen Showdown, denn dann stellt sich der Spitzenreiter aus Hiesfeld beim Tabellenzweiten in Kapellen vor.

Nicht nur für Ginters wird das Spiel etwas ganz Besonderes, jeder einzelne Akteur wird allein aufgrund der Tabellensituation bis in die Haarspitzen motiviert in die Begegnung gehen. Angesprochen auf Ginters’ Geburtstag, ist Harry Mohrhoff zu Scherzen aufgelegt: „Dann bring ich ihm mal zwei Minuspunkte mit.“ Für den Hiesfelder Trainer ist das Spitzenspiel allerdings nicht ganz so besonders: „Wir hatten in den vergangenen Wochen gefühlt nur Top-Spiele, das sind wir jetzt gewohnt.“ Der Respekt vor dem Gegner ist dennoch immens. Von Ginters’ Qualitäten ganz zu schweigen, haben auch die anderen Akteure im Trikot des TVK ihre Stärken.

Die Kapellener zählen mit Spielern wie Steffen Pitzen und Christian Lange nicht zu den klassischen Aufsteigern und sind ein ernstzunehmender Gegner. „Die haben ordentlich Qualität im Kader, da müssen wir schon voll konzentriert zur Sache gehen. Die stehen nicht umsonst an zweiter Stelle. Vor allem in heimischer Halle ist Kapellen gefährlich, da haben sie noch nicht verloren“, sagt Mohrhoff.

Bei allen Lobeshymnen auf den Gastgeber brauchen die „Veilchen“ sich aber sicher nicht verstecken. Schließlich führt der TV Jahn die Tabelle noch ohne Niederlage an und das kann, wenn es nach Mohrhoff geht, auch gerne so bleiben: „Wir nehmen die Favoritenrolle natürlich an. Der Druck liegt aber trotzdem bei Kapellen. Wenn wir verlieren, dann bleiben wir Erster. Wenn die verlieren sollten, dann ist der Abstand schon etwas größer.“ Der Blick auf die Tabelle tut aus Hiesfelder Sicht aktuell sehr gut, wie schnell sich das ändern kann, weiß Mohrhoff aber auch: „Wenn man mal zwei oder drei Spiele verliert, war der ganze Vorsprung für die Katz.“