Lokalsport: Tennis in Voerde für einen guten Zweck

Lokalsport : Tennis in Voerde für einen guten Zweck

Beim Doppelturnier des TC Rot-Gold kamen über 2000 Euro für das Tierheim Wesel zusammen. Erstmals Damendoppel am Start.

Eine schrille Pfeife gibt das Startsignal, sofort sind alle Tennisspieler hochkonzentriert. Gelegentlich wird diese Atmosphäre durch einen kurzen Beifall für Ballwechsel unterbrochen, oder es ist Hundegebell zu vernehmen von den zahlreichen Vierbeinern, die das Vereinsgelände des TC Rot-Gold Voerde unsicher machen.

Zum sechsten Mal bereits fand am Samstag das Benefiz-Tennisturnier in Voerde statt, das sich bis 2015 als " Filtzpeitschen vs. Friends Cup" in der Umgebung einen Namen gemacht hatte. "Das Filtzpeitschen-Team hat sich im vergangen Jahr zwar aufgelöst, das Turnier wollten wir aber aufrecht erhalten", erklärt Christian Voß, Mitorganisator und Turnierteilnehmer. In diesem Jahr nahmen auch zum ersten Mal acht Damendoppel teil. Insgesamt waren es 48 Spielerinnen und Spieler, die an den Start gingen. Der Erlös des Turniers wurde - wie im vergangen Jahr - an das Tierheim Wesel gespendet. "Die Grundidee des Turniers ist vor Jahren mal bei einer Bierlaune entstanden. Wir haben über die Medenspiele viele Freundschaften zu anderen Vereinen geknüpft und hatten Lust, mal ein ganz eigenes Turnier auf die Beine zu stellen. Das hat so gut funktioniert, dass die Spieler jetzt fast von alleine kommen", sagt Voß, der mit seinem Partner Bastian Geisler zwei von drei Vorrundenmatches gewinnen konnte. "Gegen ein Team des Buschhausener TC haben wir dann doch zu kämpfen gehabt, die stellen mal wieder starke Spieler", meinte Voß.

Gespielt wurde nicht nach Sätzen, sondern nach Zeit: "Eine Begegnung dauert 45 Minuten, das Team, das nach der Zeit vorne liegt, hat gewonnen, angebrochene Spiele zählen nicht", so Voß.

Diese Regelung kam Jana Artz und Hannah Kunert vom TC Rot-Gold Voerde zugute, sie bestimmten das Halbfinale gegen Lisa Gaul und Amelie Kirking vom TV Jahn Hiesfeld nur in der Anfangsphase. Die Hiesfelderinnen kämpften sich nach einem 5:2 Rückstand bis auf 5:4 heran. " Am Ende ist es schade, dass wir nicht mehr rangekommen sind, ich glaube, wir hätten es verdient, aber so ist das nun mal bei so einem Turnier", befand Kirking nach der Begegnung. "Wir freuen uns natürlich über den Finaleinzug bei einem heimischen Turnier. Wir haben uns für heute keine wirklichen Ziele gesetzt, sondern wollten einfach nur Spaß haben", so die siegreiche Jana Artz.

Auch bei den Männern ging es hoch her: Die beiden Doppel des Meidericher TC 03 lieferten sich ein vereininternes Duell. Dabei konnten sich Sven Alicki und Ralf Elbert mit 6:3 gegen ihre Vereinskollegen Daniel Braun und Michael Krämer durchsetzen. " Dass wir hier aufeinander getroffen sind, war purer Zufall. Es hat aber Spaß gemacht, weil es das erste Mal war, dass wir uns in einem Turnier gegenüberstanden", meinte Alicki.

Am Ende holten drei Damen-Doppel des TC Rot-Gold die ersten drei Plätze. Dabei konnten Elena Kunert und Christina Nobles den dritten Platz belegen, Hannah Kunert und Jana Artz wurden Zweite, Eva Neukäter und Eva Tenorth sicherten sich den Sieg. Bei den Männern holten sich Marco Milatovic und Veith Ostkamp vom Club Raffelberg Platz drei. Zweiter wurden Björn Vermöhlen und Tobias Boomkamp vom Buschhausener TC. Auch die Sieger kamen mit Daniel Fiovaranti und David Pentker aus Buschhausen.

"Für uns sind solche Veranstaltungen Gold wert und auch nötig, um die Versorgung des Tierheimes zu gewährleisten", erklärte Gabi Wettläufer, Leiterin des Tierheims Wesel. Wettläufer betrieb mit einer Auszubildenden das Kuchenbuffet des Turniers und hatte auch einen kleinen Stand, an dem sich Interessierte ein Bild über einen Teil der Schützlinge des Tierheims machen konnten. "Tennis schaue ich mir eigentlich nicht so viel an, aber da wir bereits zum dritten Mal Spendenempfänger sind, ist es fast zur Routine geworden, sich hier das ein oder andere spannende Match anzuschauen", sagte Wettläufer.

Am Ende kamen stolze 2079,45 Euro für das Tierheim zusammen, ein neuer Rekord. " Es hat sich ausgezahlt, auch die Damen mit ins Boot zu holen und gleichzeitig genug Pausen in das Turnier einzubauen, damit die Verpflegung hier auch richtig genutzt werden konnte", erklärte Voß. Die Veranstaltung endete mit einer gut bestückten Tombola. Doch ob mit oder ohne großes Los, bei einer Sache waren sich die Turnierteilnehmer alle einig: Im nächsten Jahr sind sie wieder mit dabei.

(RP)