Lokalsport: Szalek war trotz des Sieges seiner RESG nicht zufrieden

Lokalsport : Szalek war trotz des Sieges seiner RESG nicht zufrieden

Rollhockey: RESG Walsum nach dem 6:3-Erfolg in Recklinghausen auf dem zweiten Tabellenplatz.

Die Tabelle könnte für die RESG Walsum kaum erfreulicher aussehen. Nach dem 6:3 (4:1)-Sieg bei Aufsteiger RHC Recklinghausen geht der deutsche Rollhockey-Rekordmeister als Bundesliga-Zweiter in die kurze Winterpause - punktgleich mit Spitzenreiter Germania Herringen, der allerdings schon ein Spiel mehr absolviert hat, sich zuletzt aber kaum eine Blöße gegeben hat.

Klingt, als müsste die Laune bei den "Roten Teufeln" auf dem Höhepunkt sein. Bei Trainer Günther Szalek war sie das nicht, was aber weniger mit dem eher mäßig deutlichen Ergebnis als mit anderen Begleitumständen zu tun hatte. "Ich bin sehr angesäuert", erklärte Szalek, der sich über Schiedsrichter Peter Thißen ärgerte. Als Höhepunkt einer Reihe von sehr strittigen Entscheidungen gegen seine Mannschaft schilderte der Coach eine blaue Karte gegen Xavier Berruezo in der 45. Minute beim Stand von 5:3. "Das war eine klar regelkonforme Abwehraktion von Xevi, aber Herr Thißen pfeift aus 20 Metern Entfernung Penalty, während sein direkt daneben stehender Kollege Wittig weiterspielen lässt", ereiferte sich Günther Szalek. Glück im Unglück: Tobias Wahlen, wieder fehlerfrei, parierte den folgenden Strafstoß - sonst wäre es womöglich noch einmal eng geworden.

Das hätten sich die Gäste nach der klaren Führung zu einem kleinen Teil aber auch selber zuschreiben müssen. "Nach dem 5:1 haben wir die Zügel ein wenig schleifen lassen. Das kann bei einem solchen Spielstand passieren", sah der Trainer den Verwaltungsmodus nach den Treffern von Javier Jimenez (3) und Christopher Berg nicht so eng. Die letzten Zweifel am Sieg beseitigte dann Felipe Sturla mit dem 6:3.

Am 9. Januar geht es nun daheim gegen den SC Bison Calenberg weiter. Bleibt die Mannschaft in der derzeitigen Verfassung, dann wird sie erstmals seit geraumer Zeit bei der Vergabe der Meisterschaft wieder ein gewichtiges Wörtchen mitsprechen können.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Jimenez (4., 8., 19.), 1:3 Sebastian Sowade (22.), 1:4 Berg (23.), 1:5 Berruezo (26.), 2:5 Lars Sowade (32.), 3:5 Wagner (41.), 3:6 Sturla (47.).

(T.K.)
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