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Fußball: SV Spellen peilt direkten Wiederaufstieg an

Fußball : SV Spellen peilt direkten Wiederaufstieg an

Trainer Markus Osthoff führte in der Vorbereitung die Viererkette ein und will die sofortige Rückkehr in die Bezirksliga schaffen.

Wenn eine Fußball-Mannschaft den bitteren Gang des Abstiegs antreten muss, dann kann es in der neuen Saison nur ein Ziel geben: den direkten Wiederaufstieg. Diese Meinung vertritt Markus Osthoff, Trainer des SV Spellen, der in der vergangenen Spielzeit dieses böse Schicksal erlitt und mit seiner Truppe in die Kreisliga A abstieg. "Die Liga ist für mich nur schwer einzuschätzen, aber natürlich wollen wir wieder aufsteigen — allerdings müssen wir es nicht. Aber wenn ich erzählen würde, wir wollen nur die Klasse halten, dann würde ich mich ja lächerlich machen", sagt der Ex-Profi.

Die "Schweizer" konnten den Großteil ihres Kaders halten und verzeichneten nur den Abgang von Finn Müller, der sich dem Stadtrivalen und Bezirksligisten Friedrichsfeld anschloss. Dafür lockte der SVS im direkten Gegenzug mit Florian Neumann und Simon Claßen zwei gestandene Spieler zu sich und freut sich ebenso über die Rückkehr von Timo Ingenabel von Phönix Essen. "Die Neuen werden uns definitiv weiterhelfen und mit den fünf A-Jugendlichen von uns bin ich bisher auch ganz zufrieden. Sie spielen noch wie Jugendliche und müssen sich an das Tempo und das Körperliche gewöhnen, doch sie werden bestimmt ihre Einsatzzeiten bekommen. Mal mehr, mal weniger, aber Schwankungen sind in diesem Alter ganz normal", meint der Coach.

Kevin Cox, Max Krüßmann, Dominik Lüdke, Alexander Thelen und Leroy Badu heißt der Nachwuchs, der sich wie der Rest der Mannschaft mit der Viererabwehrkette in der fünfwöchigen Vorbereitung auseinandersetzen musste: "Natürlich soll ich als Trainer erfolgreich sein, aber ich sehe meine Aufgabe auch darin, den Jungs etwas beizubringen. Wenn sie später einmal höher spielen wollen, kann es nur hilfreich sein, wenn sie mit dem System schon vertraut sind."

Die Umstellung in der Defensive benötige gewiss noch seine Zeit, aber mit dem bisher Erreichten ist Osthoff zufrieden: "Wenn man als Amateurverein etwas taktisch ändert und das Neue einstudieren will, dauert das immer eine Weile. Das ist ganz normal, weil auch immer nicht immer alle Leute zum Training kommen können und dann etwas verpassen. Die Mannschaft nahm die Viererkette aber bisher gut an, erlaubt sich aber noch zu viele individuelle Fehler, die eher mit der Passgenauigkeit und den individuellen Fertigkeiten zusammenhängen, als mit dem System. Wir müssen fleißig weiter daran arbeiten und uns von Spiel zu Spiel verbessern, dann wird es bald auch gut funktionieren", geht Osthoff zuversichtlich in die neue Saison.

(gaa)