SV 08/29 Friedrichsfeld möchte sich gegen Fortuna Bottrop revanchieren

Fußball : SV 08/29 Friedrichsfeld hat noch eine Rechnung offen

Der Bezirksligist will sich für das 4:4 im Hinspiel gegen Bottrop revanchieren. RWS Lohberg möchte im Spiel gegen Hamborn 07 die Anzahl der Gegentreffer in Grenzen halten. Der SuS 09 Dinslaken trifft auf Viktoria Buchholz.

Es war eines der Hinrundenspiele in der Fußball-Bezirksliga, das bei der SV 08/29 Friedrichsfeld bisher nicht so richtig in Vergessenheit geraten wollte: das 4:4 gegen SV Fortuna Bottrop am 21. Oktober 2018. In doppelter Unterzahl erzielten die Bottroper noch zwei Tore und hielten einen Punkt zu Hause. Am morgigen Sonntag, 15.15 Uhr, empfangen die „Vereinigten“ die Fortuna am Tannenbusch.

„Wir wollen das Hinspiel vergessen machen“, sagt 08/29-Trainer Dirk Lotz, der den liegengelassenen Punkten bis heute nachtrauert. „Wenn man jetzt auf die Tabelle sieht, sind das genau die Zähler aus solchen Spielen, die uns fehlen, um unter den ersten Drei mitzumischen.“ Die Tabelle zeigt aber auch, dass Fortuna Bottrop nicht nur gegen Friedrichsfeld gekämpft hat, denn die Gäste sind punktgleich mit der SV 08/29 und haben sogar das bessere Torverhältnis. „Die haben schon eine super Saison gespielt“, sagt Lotz.

Es wird also noch einmal spannend am Tannenbusch, denn neben der alten Rechnung aus der Hinrunde könnte es auch schon um einen Vorentscheid im Kampf um die Endplatzierungen in der Tabelle gehen. „Wir haben unser Saisonziel noch nicht erreicht und wollen zu Hause nochmal alles zeigen“, sagt der 08/29-Coach. Allerdings muss er einige personelle Kompromisse machen. Gerade das Fehlen von Finn Müller, der noch Rot-gesperrt ist, schmerzt. Müller traf auch im Hinspiel und ist mit 25 Toren der beste Friedrichsfelder Schütze. Robert Zapart und Andreas Siegel fehlen ebenfalls gesperrt.

Für den SuS 09 Dinslaken geht es am Sonntag ab 15.15 Uhr gegen den Tabellendritten Viktoria Buchholz. „Das ist ein schöner Gradmesser, an dem wir uns orientieren können, mehr aber auch nicht“, sagt Trainer Thorsten Schramm. Druck hat der Aufsteiger nicht. Mit Platz sieben und 44 Punkten ist die Abstiegs-Relegation nur noch rechnerisch möglich und die Saison eine gelungene. „Diese Ausgangssituation verdanken wir einer super Hinrunde und einer starken Woche Ende März“, sagt Schramm. Ob der SuS gegen die Buchholzer mithalten kann, endscheiden laut Schramm seine Akteure selbst: „Wenn die Einstellung stimmt, die Spieler fit sind, auf dem Platz und der Bank, dann können wir gegen jeden Gegner mithalten und vielleicht auch manchmal fehlende fußballerische Raffinesse ausgleichen.“ An sich ein einfaches Konstrukt, welches aber auch schnell ins Wanken geraten kann, wenn der eine oder andere Akteur fehlt und die Einstellung nicht stimmt.

„Ich hoffe, dass jeder verstanden hat, dass wir nur zusammen gut sind“, sagt der Dinslakener Trainer. Eine Erkenntnis, die gerade mit Blick auf die zweite Saison in der Bezirksliga nicht unwichtig sein könnte.

Das Hinspiel war ein sportlich dunkler Tag für RWS Lohberg. Gegen Hamborn 07 unterlag Rot-Weiß mit 0:19. Am Sonntag um 15.15 Uhr empfängt RWS den Tabellenführer zum Rückspiel. „Es war damals eine Schmach. Wir machen uns keine Illusionen. Auch der Sieger des kommenden Spiels steht eigentlich schon fest. Nur die Höhe der Niederlage wollen wir in Grenzen halten“, sagt der Sportliche Leiter Murat Karakas.

Wenn über die Höhe der Niederlage gesprochen wird, fällt ein Name bei RWS unweigerlich: Thorsten Albustin. Der Ex-Trainer und aktuelle Torwart hielt den Schaden in den jüngsten Spielen mit starken Leistungen relativ klein. „Ich habe nicht gehört, dass er nicht spielen wird“, sagt Karakas. Tayfun Kazkondu und Ismail Hamzaoglu kehren zurück.

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