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Lokalsport: SuS 09 wirft den VfB aus dem Kreispokal

Lokalsport : SuS 09 wirft den VfB aus dem Kreispokal

Fußball: Der Tabellenführer der Kreisliga A setzt sich im Dinslakener Derby gegen das Schlusslicht der Bezirksliga mit 2:1 (0:0) durch. Die Lohberger gehen durch Tim Bruß in Führung. Jan Bongartz und Niklas Opriel treffen für den Gastgeber.

Der Bedeutung dieses Derbys waren sich beide Trainer bewusst. Thorsten Schramm, der Coach des SuS 09 Dinslaken, und VfB Lohbergs Siegfried Sonntag betonten vor der Partie unisono, ein Sieg im Kreispokal könne vor dem Start der Liga-Rückrunde für Schwung, wachsendes Selbstbewusstsein und gute Laune sorgen. Nach den 90 Minuten war dann nur der SuS 09 zum Scherzen aufgelegt. Mit 2:1 (0:0) gewann der A-Ligist gegen die Bezirksliga-Spieler des VfB Lohberg.

Deren Verantwortlicher Sonntag konstatierte genervt: "Wir haben uns die Tore wieder selbst reingehauen." Freilich ein wenig überspitzt formuliert, im Kern aber richtig. Denn ebenso wie schon in der Hinrunde dieser Saison leisteten sich die Lohberger zu viele Fehler. Den von Tim Bruß erzielten VfB-Führungstreffer (49.) glich Jan Bongartz zehn Minuten später aus. Der VfB hatte zu langsam umgeschaltet und Moritz Emde sich von Assistgeber Georg Hanna übertölpeln lassen. Und auch dem zweiten SuS-Treffer gingen grobe Fehler voraus. Keeper Jan Czarnetzki hatte eine Flanke nur ins Zentrum fausten können, in die Füße von Marcel Ehrhardt, der dort völlig unbedrängt zum Abschluss kam. Niklas Opriel bugsierte den Ball schlussendlich über die Linie. Sechs Lohberger standen zwar im Strafraum, sie alle kamen aber zu spät (73.).

VfB-Coach Sonntag stellte nachher klar: "Meinem Torhüter mache ich überhaupt keinen Vorwurf. Jan hat zuvor und auch danach noch super gehalten." Czarnetzki, nach einem doppelten Fingerbruch erstmals seit drei Monaten wieder auf dem Platz, machte seine Sache insgesamt gut. Anders als die übrige VfB-Belegschaft, die zu behäbig und ideenlos agierte. Orkay Güclü traf nach 32 Minuten die Latte, mehr Großchancen ergaben sich nicht. "Im Angriff haben wir nicht so effektiv gespielt", gestand denn auch Sonntag später ein. "Das war schon schwach von uns." Zumindest aber mit der Einsatzbereitschaft war Lohbergs Trainer zufrieden. Sein Team, so Sonntag, habe sich "stets bemüht".

Der VfB biss sich schlussendlich an einem diszipliniert verteidigenden SuS 09 Dinslaken die Zähne aus. Trainer Schramm durfte sich über seinen Sieg freuen, "der in Ordnung geht. Wir hatten zwar einmal großes Glück, haben uns aber auch viele Tormöglichkeiten herausgespielt." Nach dem Rückstand habe seine Mannschaft gut zurückgeschlagen. "Die Jungs haben sich nicht aufgegeben, das ist auch eine Qualität", so Schramm.

Als Anführer stach wieder einmal Bastian Bruß hervor. Lautstark und rigoros im Zweikampf räumte der 29-Jährige vor dem eigenen Strafraum auf. Er hatte großen Anteil am Derbysieg. Ein für ihn besonderer Erfolg. Bruß trat erstmals nach seinem Wechsel im Sommer gegen seinen Ex-Verein an - und gegen Bruder Tim, den VfB-Kapitän. Der verharrte nach dem Spiel hadernd und niedergeschlagen auf der Bank. Sein Bruder Bastian dagegen ließ dem Abpfiff einen lauten Jubelschrei folgen. Euphorie da, Ernüchterung dort.

SuS 09: Strewginski; Pieper (63. Eiland), Breder, Sljivic, Smietana, Bastian Bruß, Krönung, Bongartz, Ehrhardt, Hanna (88. Andrzejak), Opriel (74. Suchomel).

VfB: Czarnetzki; Mikat, Emde, Heuser, Orkay Güclü, Orkan Güclü, von Holst (86. Al- Farra), Tim Bruß, Benchaou, Viltuznik (80. Aktas), Andrud.

(RP)