SuS 09 Dinslaken wünscht überdachte Tribünen

Fußball : SuS 09 Dinslaken wünscht sich überdachte Tribünen

Im Sportausschuss werden Baumaßnahmen auf der Bezirkssportanlage an der Voerder Straße diskutiert. Der Verein möchte sich zudem noch offenhalten, aus dem Kunstrasen-Kleinfeld ein Großfeld zu machen. Der Club müsste das allerdings selbst finanzieren.

In der 21. Sitzung des Sportausschusses in Dinslaken wurde ein wichtiger Sachstandsbericht zur städtischen Bezirkssportanlage an der Voerder Straße abgegeben. Außerdem gab es einen kurzen mündlichen Bericht zur Lenkungsgruppe für Turn- und Sporthallen in Bezug auf den Sportstätten-Zielplan.

Nachdem allen Beteiligten eine grobe Übersicht über die geplanten Maßnahmen an der Bezirkssportanlage an der Voerder Straße samt Einblick in die Baupläne gegeben wurde, ging es in die Details. Diese brachten einige interessante Neuigkeiten zum Vorschein.

Der SuS 09 Dinslaken, Hauptnutzer der Sportanlage, möchte sich offenhalten, aus dem geplanten Kunstrasenkleinfeld ein weiteres Großfeld zu machen. Die Zusatzkosten von rund 156.000 Euro würde der Verein selbst tragen. Dazu wünschen sich die Verantwortlichen eine beidseitige Überdachung für die Tribünen zum Natur- und Kunstrasenplatz. Diese Maßnahme würde mit zusätzlichen 346.000 Euro zu Buche schlagen. Sollte der SuS nicht in der Lage sein, die Maßnahmen zu finanzieren, ändert sich für die Stadt und die ausführenden Firmen nichts. Die Vorhaben würden in diesem Falle aus den Plänen gestrichen. Mehrkosten entstehen dadurch nicht. Sollte der SuS das Kleinfeld zu einem Großfeld machen, muss der Verein sich wahrscheinlich auch auf höhere Pflegekosten einstellen.

Thema war aber auch der Umgang mit der Gummifüllung des Kunstrasens. Bei schwül-warmen Temperaturen und anhaltender Hitze kann es zu Verklebungen kommen. Teure Arbeiten und eine Platzsperre wären dann die Folge. Auch die gesundheitliche Gefährdung spricht gegen die Gummifüllung. Die europäische Chemikalienagentur (ECHA) prüft derzeit die Grenzwerte für polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die im Granulat der Kunstrasenplätze auftauchen können. Solange die Studien nicht abgeschlossen und die Grenzwerte nicht bekannt sind, haben sich die Dinslakener Verantwortlichen nun eine andere Lösung überlegt.

Die Verfüllung wird mit Sand durchgeführt. Durch eine höhere Halmdichte und gute Pflege soll weniger Sand an die Oberfläche gelangen. Diese Bauweise ist normgerecht und hat die Option auf eine Nachgummierung, sobald die Ergebnisse der Studien vorhanden sind. Auch eine mögliche Nachgummierung ist im aktuellen Kostenrahmen enthalten.

Im Entwurf für die Vergaberichtlinien der Lenkungsgruppe für Turn- und Sporthallen sollen mehrere Faktoren einen Rolle spielen: die Sportarten selbst, unterschiedliche Spielklassen oder der benötigte Raum in der Halle. So könnten Sportarten, die nur ein Hallendrittel benötigen, die Räumlichkeit unter Umständen mit mehreren Gruppen belegen. In anderen Fällen spielt ein höherer Trainingsaufwand oder ein größerer Platzbedarf eine Rolle. Anfang 2019 soll der Entwurf endgültig vorliegen. Das nächste Treffen der Lenkungsgruppe ist am 2. April.

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