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SuS 09 Dinslaken bleibt in der Spur

Fußball : SuS 09 Dinslaken bleibt in der Spur

Der Bezirksliga-Aufsteiger erkämpft sich im Lokalduell gegen die SV 08/29 Friedrichsfeld einen Punkt. Beide Mannschaften trennen sich 1:1. Für die Spielvereinigung ist es bereits das dritte Remis im dritten Spiel.

Als sich das Bezirksliga-Derby zwischen den Fußballern der SV 08/29 Friedrichsfeld und des SuS 09 Dinslaken dem Ende zuneigte und Norman Köller nicht mehr so recht daran glauben wollte, dass noch ein Treffer fallen würde, da versuchte der ehemalige Friedrichsfelder Co-Trainer dem bevorstehenden dritten Remis im dritten Spiel etwas Positives abzugewinnen. „Immerhin drei Punkte mehr als im vergangenen Jahr“, sagte Köller. In die Saison 17/18 waren die Vereinigten tatsächlich mit drei Niederlagen gestartet. In Anbetracht der eigenen Ambitionen kann bei 08/29 trotzdem niemand zufrieden sein mit dem Beginn der Spielzeit. Auch das 1:1 (0:1) gegen den Aufsteiger wird den eigenen Ansprüchen nicht gerecht.

Deutlich besser kann Thorsten Schramm, Trainer der Dinslakener, mit dem Auftakt seiner Schützlinge leben. Vier Zähler hat der SuS in der ersten, sehr anspruchsvollen Woche, gesammelt und dabei in allen drei Partien nachhaltig Konkurrenzfähigkeit in der neuen Klasse bewiesen. „Wir können als Aufsteiger mit dem Start wirklich zufrieden sein“, sagte Schramm. Mit dem Auftritt in Friedrichsfeld war es der Übungsleiter allerdings nur bedingt. „Zu unkonzentriert und zu fahrig“ habe sein Team über weite Strecken agiert.

Im Spiel nach vorne lief gestern tatsächlich nicht alles rund bei den Gästen, doch wie schon am Mittwoch beim Erfolg über die Homberger Reserve zeigte 09 von Beginn an den nötigen Biss und war den Friedrichsfeldern in kämpferischer Hinsicht vor der Pause damit auch deutlich überlegen. Das 0:1 fiel dann auch nicht ganz unverdient. Sebastian Pfeiffer hatte 08/29-Innenverteidiger Marco Wohlgemuth den Ball abgeluchst, lief fast bis zur Grundlinie durch und fand mit seinem Querpass Marcel Ehrhardt, der nur noch einschieben musste (16.). Der Gastgeber benötigte etwas Zeit, um sich von dem Schock zu erholen, übernahm dann aber mehr und mehr das Kommando.

Christian Wohlgemuth hatte vor dem Wechsel per Kopf die größte Chance zum Ausgleich, doch SuS-Keeper Dennis Strewginski lenkte den Ball reaktionsschnell an die Latte (40.). Nach der Pause blieb die SV 08/29 Friedrichsfeld am Drücker, doch die ersten beiden Großchancen hatte der SuS.

Erst musste der Friedrichsfelder Torhüter Christian de Groodt bei einem Kopfball seines eigenen Innenverteidigers Oguzhan Derebasi sein ganzes Können zeigen (50.), dann parierte er gegen den allein auf ihn zueilenden Jan Bongartz (58.). Ein weiterer Treffer in dieser Phase wäre sicher mehr als die halbe Miete für Dinslaken gewesen, doch kurz darauf hieß es plötzlich 1:1.

Auf der rechten Abwehrseite des SuS fühlte sich niemand für Marco Horstkamp zuständig. Den Schuss des Friedrichsfelders konnte Strewginski nur noch in die Mitte abwehren, von wo der heraneilende Kristian Sljvic den Ball unglücklich ins eigene Netz beförderte (60.). Der Gastgeber drängte bis zum Schluss auf den zweiten Treffer, präsentierte sich im letzten Drittel aber erneut nicht kaltschnäuzig genug.

„Die erste Hälfte war eine Katastrophe, aber dann hat die Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt. Wir hatten auch genügend Chancen, haben die nur wieder einmal nicht genutzt“, sagte der Friedrichsfelder Co-Trainer Timur Sürek, der noch einmal Dirk Lotz vertrat, der noch im Urlaub ist.