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Handball: Steht MTV bei Schiedsrichtern unter besonderer Beobachtung?

Handball : Steht MTV bei Schiedsrichtern unter besonderer Beobachtung?

Das 28:28-Unentschieden in Düsseldorf hatte für die Dinslakener noch ein Nachspiel.

Als Schiedsrichter hat man es nicht leicht, als Unparteiischer im Handball schon gar nicht. Das Spiel ist extrem schnell und noch viel härter geworden, als es das vor Jahren noch war. Kein Wunder also, dass sich die Referees — und es sind schon zwei — bei der Beurteilung von bestimmten Situationen schon mal schwer tun, Fehlentscheidungen sind nicht zu vermeiden. Entsprechend heftig fällt da oft die Reaktion der Spieler und häufig auch die des natürlich nicht regelsicheren Publikums aus.

Das alles weiß man auch beim Oberligisten MTV Rheinwacht Dinslaken. Und trotzdem fühlen sich Spielertrainer Marius Timofte, Spieler und Obmann Heinz Buteweg, der regelmäßig auf der Bank sitzt, von den Schiedsrichtern besonders beobachtet. Jüngstes Beispiel ist der Sonderbericht, den die Schiedsrichter Knut Kolk und Wolfgang Fechtner nach der Partie der Dinslakener vor knapp drei Wochen bei der stark abstiegsgefährdeten zweiten Mannschaft von ART Düsseldorf anfertigten. Wie vor den Kopf geschlagen war MTV-Keeper Andor Schneider, als er erfuhr, dass er wegen angeblicher Beleidigung der Unparteiischen für ein Spiel gesperrt wurde.

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"Schneider hat mir gesagt, dass er nach Beendigung des Spiels sich lediglich zu 'unmöglichen letzten Minuten' geäußert habe, und das noch nicht einmal gegenüber den Schiedsrichtern, sondern zu Heinz Buteweg", erzählte Marius Timofte, der nun am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Dülken auf den Keeper verzichten muss.

Überhaupt sei es in Düsseldorf etwas seltsam zugegangen, berichtete der MTV-Spielertrainer weiter. So habe es bereits vor dem Anpfiff eine Diskussion um die Benutzung von Haftmitteln gegeben. Bekanntlich ist die Benutzung von "Harz" in der Oberliga nicht erlaubt und das Schiedsrichtergespann Kolk/Fechtner hat darauf in der Vergangenheit ganz besonders geachtet.

Wie Heinz Buteweg erklärte, habe er vor dem Spiel nachdrücklich darauf hingewiesen, dass seine Mannschaft keine Haftmittel benutzen würde. "Und wir haben uns bis zum Spielschluss auch daran gehalten", erklärte der Obmann gestern. "Zudem habe ich klar und deutlich gesagt, dass wir nach einer ersten Reklamation bei weiterer Benutzung von Harz das Spielfeld verlassen würden", führte Buteweg weiter aus, "das ist mir dann im Sonderbericht der Schiedsrichter als grobe Unsportlichkeit ausgelegt worden." Zudem wurde Buteweg seiner Aussage nach vom Düsseldorfer Trainer Jan Kassens wegen dieser Ankündigung übel beschimpft.

"Die Schiedsrichter haben bei dieser Aktion ruhig daneben gestanden und überhaupt nicht reagiert", erinnert sich Marius Timofte an diese Situation. "Und als die Düsseldorfer bei einem klaren Rückstand in der zweiten Halbzeit ihre Felle davon schwimmen sahen, da haben sie kräftig in den Harztopf gegriffen", so der Spielertrainer weiter. Ohne Konsequenzen durch die Unparteiischen übrigens.

Trotzdem riet Heinz Buteweg dazu "den Ball flach zu halten". Am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Dülken wird man sehen, ob die Vorfälle von Düsseldorf Auswirkungen auf das Verhalten der Schiedsrichter haben werden. Bethge/Kaffsack heißt das vom Verband angesetzte Gespann.

(RP/EW)