Spannender Renntag auf Trabrennbahn in Dinslaken

Traben : Michael Nimczyk triumphiert am Bärenkamp

Alle fünf Favoriten führt er erfolgreich ins Ziel. Die Teilnehmer gedenken Theo Lettgen.

Vor dem vierten Rennen des Sonntags in Dinslaken stand die Zeit kurz still. Es wurde Theo Lettgen gedacht. Der Mann, dem der Trabrennsport am Niederrhein so vieles zu verdanken hat, war nach schwerer Krankheit verstorben. Ganz sicher hätte sich Theo Lettgen einen Renntag wie diesen gewünscht, denn bei bestem Wetter gab es sehr guten Trabrennsport auf der Piste zu sehen. Das an Theo Lettgen erinnernde Rennen ging an den favorisierten Red Lover mit Robbin Bot, der als 1,7:1-Favorit im Reigen der Favoritensieger blieb.

Schon vorher schien Michael Nimczyk bestens bestückt an diesem Renntag zu sein, doch verwandelt wird auf der Piste und nicht auf dem Papier. Doch der Goldhelm enttäuschte seinen Anhang nicht, steuerte einen Favoriten nach dem anderen als Sieger ins Ziel und gewann alle seine fünf Auftritte.

Die Bonanza begann gleich im ersten Rennen, als Nimczyk mit der 1,2:1-Chance Amaja rechtzeitig aus der Lage hinter dem Piloten heraus ins Freie fand und auf der Linie an Adrian Scott vorbei war. Mit Icebear Newport ließ er sich auch nicht durch die zweite Startreihe aufhalten und kam letztlich nie in Bedrängnis. Da war die Sache mit Chance Classique schon etwas schwerer, denn die 1,5:1-Favoritin patzte zu Beginn und erschwerte sich das Examen zusätzlich. Jochen Holzschuh gab mit Casanova d‘Amour bald Fersengeld, doch letztlich erreichte Chance Classique den Gegner soeben noch.

Einen anderen Rennfilm sahen die Fans vom Champion mit Out of the Slums. Der Hengst war früh vorn auszumachen trotz des Handicaps beim Bänderstart, ließ dann aber Unstoppable passieren, um diesen auf der letzten Halben auszukontern. Mit Hercules Petnic ließ er seinen Wettanhang nicht lange zittern, sondern nahm gleich das Kommando und lief das Rennen überlegen nach Hause, was natürlich auch durch den frühen Fehler des vermeintlichen Hauptkonkurrenten Dragona begünstigt war. In den drei Läufen des Drensteinfurt-Cups, die den Hobbyfahrern vorbehalten sind, gab es nichts zu erben für die Herren.

Zunächst absolvierte Silvia Raspe mit Wonderful PS einen Tempolauf, dem Flamme de Safran nicht gewachsen war. Mit Etorix wurde Raspe durch die Außenspur geschickt, so dass es nicht reichen konnte gegen Bürgertraber Ignatz von Herten, der mit Pia Ahokas gegen Sound in der Hand von Rita Drees hinkam. Merlin komplettierte mit Nicole Hildebrandt den Triumph der Amazonen. Nicole Hildebrandt war mit Warhorse Hazelaar dran, mit dem sie A Magic Quick erdrückte.

(RP)
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