Handball : Sogwirkung

Anders als geplant ist die Saison bislang für die Handballerinnen des TV Aldenrade gelaufen. Aber auch Friedrichsfeld 08/29 steht weiter „unten drin“ als erhofft. Wieder einmal hat das Derby richtungweisenden Wert.

„Das wird eine richtungweisende Partie“, sind sich Werner Hillig von der SV 08/29 Friedrichsfeld und Heidi Kutsch vom TV Aldenrade vor dem Derby der beiden Handball-Oberligisten sicher. Doch dann gehen die Meinungen bezüglich des Traditionsduells, was oft kuriose Ereignisse wie Ergebnisse hervorbrachte, bereits deutlich auseinander. Während Hillig den vor der Saison als Aufstiegsaspiranten erachteten TVA als Favoriten ausmacht, schiebt Kutsch diese Bürde den Gastgeberinnen zu, vor allem wegen der Heimstärke der „Vereinigten“ und der Auswärtsschwäche ihrer Sieben.

„Das sind nicht so ganz die Voraussetzungen, die vor dem Derby erwartet wurden, bei uns vielleicht, aber beim TVA sicher nicht“, weiß Hillig, der darauf hofft, dass seine Farben vor heimischen Publikum derart zu überzeugen wissen, wie es bislang Standard waren. Doch zuletzt verloren die Friedrichsfelderinnen gleich vier Mal in Serie. „Das zeigt uns, dass wir uns nicht einfach nur darauf verlassen können, dass wir alle vermeintlichen Abstiegskandidaten in der Rückrunde zu Hause vor der Brust haben“, mahnt Hillig, der aber auch weiß, dass „ein Derby nunmal anders zu bewerten ist. Das hat man stets im Hinterkopf.“

Sand ins Getriebe streuen

Da er sich aber eben nicht auf die Heimspiele der Rückrunde verlassen will, soll nun also ein Zweier gegen den Lokalkonkurrenten her. Als einfach Siegformel zweier Mannschaften die sich in- und auswendig kennen, macht Hillig folgendes aus: „Wem es besser gelingt dem Gegner Sand ins Getriebe zu streuen, der ist bestens aufgestellt.“

Kutsch indes ist sich bewusst, dass der Verlierer dieser Partie sich erst einmal deutlich nach unten orientieren muss – in einer Liga, in der der Abstiegskampf spätestens ab Platz fünf in der Tabelle beginnt. Konzentration, Einsatzwille und Kampfgeist lauten die Prinzipien der Gäste, die nach zwei Niederlagen in Serie unbedingt ein Erfolgserlebnis brauchen, um vielleicht doch noch an den vorderen Rängen schnuppern zu können. Denn eines ist gewiss: Das Selbstvertrauen der Walsumerinnen hat unter den schwankenden Leistungen und Ergebnissen sichtbar gelitten.

Vollständig gehen beide Mannschaften in die Partie, aus beiden Lagern werden alle Spielerinnen als fit und einsatzbereit gemeldet.

(RP)