Lokalsport: Sikorski beklagt zu viele Fehler seiner Kobras

Lokalsport : Sikorski beklagt zu viele Fehler seiner Kobras

Eishockey: Nach dem Sieg über Soest verfiel der Dinslakener Regionalligist beim 4:9 gegen Diez-Limburg wieder in alte Muster.

Die Zwei-Minuten-Strafzeit für die EG Diez-Limburg war fast vorüber und der eine oder andere Fan des Eishockey-Regionalligisten Dinslaken Kobras hatte schon lautstark seinen Unmut kundgetan: "Nun kloppt den doch mal rein!" Da nahm sich Tom Giesen ein Herz und schoss den Puck mit einem blitzsauberen Schlagschuss in die Maschen. Tosender Applaus auf den Rängen folgte, da stand es aber erst 2:4. Am Ende kassierten die Dinslakener gegen die Rockets dann doch ordentlich und verloren 4:9 (1:1, 1:4, 2:4).

"Der Sieg ist ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen", meinte Gäste-Trainer Arno Lösch beschwichtigend. Krystian Sikorski, Trainer der Dinslakener Kobras, wurde da schon deutlicher: "So kann man kein Spiel gewinnen. Wir haben heute schon jede Menge Weihnachtsgeschenke verteilt."

Dabei begannen die Kobras im ersten Drittel sichtlich motiviert, durch den ersten Saisonerfolg beim 6:4 gegen die Soester Bördeindianer zwei Tage zuvor. Tom Giesen sorgte für die Führung nach Vorarbeit von Sven Linda und Stefan Dreyer (14.). Dabei profitierten die Dinslakener von einer doppelten Zwei-Minuten-Zeitstrafe für Diez-Limburg. Doch die Gäste hatten schnell eine Antwort parat und glichen rund vier Minuten später durch Matthew Fischer wieder aus.

Im Mittelspielabschnitt wurden die Kobras schlampig, viele unnötige individuelle Fehler boten den Gästen Möglichkeiten, die sie durch Dominik Kail (28.) und Kevin Schophuis (29.) auch entsprechend mit Toren bestraften. Den Hausherren fehlte der Zugriff auf das Spiel, gelegentliche Konter wurden mit schlechten Pässen vereitelt oder durch solide Defensivarbeit von Diez-Limburg.

Die Rockets konnten sogar durch Joseph Robert Davies zum 1:4 erhöhen. Die nächste Überzahlsituation wusste dann aber Tom Giesen (34.) wieder zu nutzen und der Glaube kehrte zurück. Bevor er dann kurz vor Ende des Drittels wieder zerstört wurde, nachdem die Rockets den Puck aus einer scheinbar sicheren Situation wieder in das Kobra-Tor schossen - 2:5 (37.).

Im Schlussdrittel hatte Krystian Sikorski sein Team noch mal motiviert, alles aus sich herauszuholen und seine Worte schienen auch Wirkung hinterlassen zu haben. Kevin Wilson fing den Puck im Aufbauspiel der Diez-Limburger ab und schob ihn dann im Alleingang ein (41.).

Die Gäste begannen mit dem Nachdenken und Dinslaken zeigte eine beherzte Leistung. Diesmal fanden in einer Überzahlsituation Michal Plichta und Kevin Wilson wieder Tom Giesen, der mit seinem dritten Treffer zum 4:5 die Hoffnung belebte (48.). Doch so schnell wie die Kobras in den Dunstkreis eines möglichen Sieges gekommen waren, so schnell verabschiedeten sie sich auch wieder aus diesem. Matthew Fischer erhöhte nach schlechtem Aufbau der Kobras zum 4:6 (50.) und knackte die Gastgeber scheinbar so vor allem moralisch, denn danach bauten die Hausherren immer weiter ab. Knapp eine Minute nach dem 4:6 fiel das 4:7 durch Julian Grund, der rund eine Minute vor Schluss auch das 4:8 erzielte, bevor Konstantin Frisanov den traurigen Schlusspunkt aus Sicht der Kobras setzte.

"Wir können in dieser Liga jeden schlagen, aber das funktioniert nur mit Kampf. Wir haben zu viele Fehler gemacht, um uns einen Sieg erarbeiten zu können. Dennoch glaube ich nicht, dass wir in jedem Spiel so viele Geschenke verteilt haben und verteilen werden. Wir müssen das jetzt aus dem Kopf kriegen und uns auf die kommenden Partien konzentrieren. Denn für uns ist jedes Spiel ein Endspiel", erklärte Krystian Sikorski nach der Partie.

(tut)
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