Lokalsport: Sieger Schaffeld und der Lippe-Issel-Cup

Lokalsport : Sieger Schaffeld und der Lippe-Issel-Cup

Der Oberhausener Timo Schaffeld gewann die 14. Auflage des Drevenacker Abendlaufs und hatte dabei in erster Linie die Gesamtwertung des Lippe-Issel-Cups im Hinterkopf. Ausrichter TuS verzeichnete 1178 Läuferinnen und Läufer.

Timo Schaffeld zog noch einmal an. Rund 100 Meter vor dem blauen Lufttorbogen, der das Ende der Strecke markierte, hatte er die Konkurrenz hinter sich gelassen. Im Ziel musste sich der Sieger im Zehn-Kilometer-Rennen des 14. Drevenacker Abendlaufes dann zuallererst hinlegen und sich mit zwei Pappbechern Wasser stärken, bevor es zum Handshake mit den Verfolgern kam.

Der Triathlet vom OTV Endurance Team aus Oberhausen hatte vor allem den Lippe-Issel-Cup im Hinterkopf, für den auch der Abendlauf neben den Veranstaltungen in Schermbeck, Raesfeld und Hamminkeln gewertet wird. "Ich hatte bereits Raesfeld gewonnen, und in Schermbeck war ich verhindert. Ich brauchte hier eine gute Platzierung, um Chancen auf den Gesamtsieg zu wahren", erklärte Schaffeld, der nach 34:42 Minuten im Ziel war. Zweiter wurde Heinz van Dongen vom LT Vynen (35:21) vor Stefan Ritte vom LAZ Rhede (36:21).

Auch die schnellste Frau kam vom OTV Endurance Team. In 37:29 Minuten ließ Annika Vössing ihre Kontrahentinnen hinter sich. "Ich mag den Lauf in Drevenack sehr gerne, weil ich ihn für sehr familiär halte. Er ist auch ganz schön anspruchsvoll, weil er doch einige Hügel aufweist. Ich habe den Lauf als Training für die Triathlon-Bundesliga genutzt", erklärte Vössing, die vor Kirsten de Baey vom SV Hamminkeln (37:54) gewann.

Bei der 14. Auflage am Buschweg waren 1178 Läuferinnen und Läufer an den Start gegangen. "Wir wollen, dass es familiär zugeht, aber wir haben uns mit den wachsenden Anmeldezahlen natürlich auch professionalisiert", meinte Organisator Manfred Franz von der TuS Drevenack. Vor 14 Jahren brachte Franz die Idee aus dem Münsterland vom Roruper Abendlauf mit. "Mir hat das Konzept dort gut gefallen, vor allem der Freitagabend als Termin passt vielen Leuten gut, da hat man trotzdem noch das Wochenende. Wir haben hier mit rund 320 Leuten angefangen", erinnerte sich Franzen.

"Wir hatten schon alles dabei, von einer Absage nach dem Schülerlauf wegen Gewitters bis hin zu gefühlten 40 Grad. Heute weht ja ein leichtes Lüftchen. Ich würde sagen, wir haben es ganz gut getroffen", so Franz.

Ganz gut traf es auch Jan Jüttermann vom SV Lembeck, der in 17:13 Minuten Sieger des Fünf-Kilometer-Laufes wurde. "Ich war zum ersten Mal hier dabei, werde aber sicher wiederkommen", sagte Jüttermann. Zweiter wurde der Niederländer Melchior van de Pol mit einer Zeit von 17:23 Minuten.

Bei den Frauen machten zwei Läuferinnen von TuSEM Essen den Sieg unter sich aus. Felicitas Vielhaber gewann am Ende in 18:32 Minuten vor ihrer Vereinskameradin Leoni Leven, die genau eine Minute länger benötigte. "Es waren auch einige junge Läuferinnen dabei, bei denen ich nicht wusste, ob sie vorne mitlaufen. Als es dann losging, habe ich von Anfang an geführt", erklärte Vielhaber. "Felicitas ist schon noch die stärkere Läuferin, ich war heute das erste Mal hier dabei und habe vor allem die Umgebung sehr genossen, Felder, Wald und Dorf. Es gibt nicht viele Läufe, die das alles abdecken. Ich komme nächstes Jahr wieder", erklärte Leven.

Bei den Walkern gab es in diesem Jahr nicht das gewohnte Bild, denn Seriensieger Toni Radau musste diesmal Thomas Hoffmann vom AS Neukirchen-Vluyn, der in 28:20 Minuten seinen ersten Sieg in Drevenack holte, den Vortritt lassen.

(RP)
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