SGP Oberlohberg überrascht Gegner in Fußball-Kreisliga A

Fußball : SGP Oberlohberg überrascht alle Gegner

Der A-Ligist hat eine fast makellose Hinrunde absolviert. Nur der TV Voerde steht vor dem Team. Trainer Jens Szopinski führt die Offensivstärke und die mannschaftliche Geschlossenheit als Gründe an.

Manchmal können auch kalte Statistiken und nackte Zahlen irreführend sein. Im Internetportal fussball.de wird die SGO Oberlohberg nämlich als Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga A ausgewiesen. „Tabellenführer? Wir sind nicht Tabellenführer“, sagt Trainer Jens Szopinski und winkt energisch ab. „Das liegt doch nur daran, dass das Spiel des TV Voerde abgebrochen wurde – beim Stand von 8:0. Das wird gewertet, dann gehen die Punkte an Voerde und dann sind sie wieder Tabellenführer“, sagt der Oberlohberger Coach, der mit diesem Umstand aber durchaus gut leben kann.

Tabellenführer oder nicht – die Oberlohberger können einen dicken und vor allem positiven Haken unter die Hinrunde setzen. „Wir haben eine wunderbare Halbserie gespielt“, sagt auch Jens Szopinski. 16 Spiele, 14 Siege, ein Unentschieden und eine „absolute verdiente“ Niederlage gegen den TV Voerde, wie Szopinski sagt.

48 geschossene Tore, was der drittbeste Wert in der Liga ist, und nur 16 Gegentreffer (zweitbester Wert) kassiert: Die Zahlen können sich sehen lassen. „Wir sind sowas von im Soll, mehr kann man nicht im Soll sein kann“, sagt Szopinski.

Die Gründe für den Höhenflug sind für den SGPO-Trainer schnell gefunden. „Das ist charakterlich einfach eine richtig geile Mannschaft. Sportlich macht das – bei dem Tabellenstand sowieso – einfach Spaß. Der extrem gute Zusammenhalt prägt das Team“, sagt Szopinski. Dass der Tabellenzweite aber auch richtig gut kicken kann, ist auch kein Geheimnis. Qualitativ ist die SGP Oberlohberg bestens aufgestellt, viele Spieler können in den entscheidenden Situationen den Unterschied ausmachen. Vorneweg geht Dennis Gieselmann. 16 Treffer gehen auf das Konto des Angreifers – ein starker Wert. „Dennis ist in jeglicher Hinsicht ein Ausnahmespieler in der Liga“, sagt sein Coach.

Eine Statistik lügt definitiv nicht. In der Fairness-Tabelle stehen die Oberlohberger weiter unten – und das gewollt. „Ich erwarte das von meiner Mannschaft. Wir spielen kein Hallenhalma. Ich will, dass wir Woche für Woche robust auftreten, immer an die Grenzen des Erlaubten gehen, dabei aber nicht unfair sind“, sagt Jens Szopinski, der bei aller Zufriedenheit über die bisherigen Leistungen, kurz vor dem Weihnachtsfest auch einen Wunsch auf seinem Zettel stehen hat. „Wenn man ein Haar in der Suppe finden möchte, dann würde ich mir wünschen, dass wir zielstrebiger und kaltschnäuziger vor dem Tor werden. Es waren einige Spiele dabei, die deutlicher ausgehen hätten können.“

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