SGP Oberlohberg gewinnt Derby der Kreisliga A.

Fußball : Müheloser Derby-Sieg für SGP Oberlohberg

Gegen den VfB Lohberg behält der Tabellenzweite der Kreisliga A mit 3:1 die Oberhand. Beim VfB hängt der Haussegen schief. Spieler Manuel Viltuznik kritisiert den Vorstand und Trainer Thomas Grefen denkt an Rücktritt.

Auf das nasskalte Wetter war die Bank des SGP Oberlohberg bestens vorbereitet. In dicken Jacken saßen die Auswechselspieler auf der Bank und Abwehrspieler Yannick Biastoch versorgte die Truppe mit warmem Tee aus der Thermoskanne. Auch Ferdinand Motto hatte sich gegen die Kälte geschützt. Seine Handschuhe waren wohl nicht zu finden, so zog er sich kurzerhand Gartenhandschuhe an.

Im Dinslakener Derby der Fußball-Kreisliga A setzte sich der Tabellenzweite SGP Oberlohberg gegen den Nachbarn VfB Lohberg am Ende mit 3:1 (2:1) durch. Die SGP hätte das Spiel allerdings deutlich höher gewinnen müssen. „Über die Chancenverwertung müssen wir heute nicht reden. Wir waren zu unkonzentriert und haben viel zu viel liegen gelassen“, schimpfte SGP-Coach Jens Szopinski.

Wer für die SGP trifft, war im Prinzip schon vorher klar. Dennis Gieselmann versenkte den Ball in der zweiten und in der 22. Minute im Lohberger Tor und erhöhte damit sein Treffer-Konto auf 16 Tore. Zu dem Zeitpunkt war der Ascheplatz in Oberlohberg wohl das Stadion mit der größten Anzeigetafel Deutschlands. Durch das Zusammenspiel von Sonne und Regen zeigten sich zwei Regenbogen über dem Spielfeld – 2:0.

Manuel Viltuznik erzielte in der 33. Minute den Anschlusstreffer für die Gäste. In dieser Phase bäumten sich die Lohberger auf und erspielten sich gegen die sonst spielbestimmende SGP einige Chancen. In der zweiten Halbzeit hatte der VfB dem Lokalrivalen aber nichts mehr entgegenzusetzen und verlor das Spiel verdient. Für die Entscheidung zugunsten des Gastgebers sorgte Dominik Krath nach etwas mehr als einer Stunde mit einem sehenswerten Treffer. 

Schon vor dem Spiel beschwerte sich Viltuznik über die Stimmung im Verein: „Zum Training kommen nur noch drei oder vier Spieler und die Mannschaft ist dem Vorstand völlig egal.“ Die Unzufriedenheit merkte man auch auf dem Platz und so erhielt der VfB viele unnötige Gelbe Karten wegen Meckerns. Auch Viltuznik war davon betroffen. Er sah in der 78. Minute dann sogar noch die Gelb-Rote Karte.

Auch VfB-Trainer Thomas Grefen ist alles andere als begeistert von der aktuellen Situation im Verein. „In den nächsten Tagen muss ich mir Gedanken darüber machen, ob ich die Mannschaft in der Rückrunde noch begleiten kann und möchte. Es muss sich etwas ändern“, erklärte er nach dem Spiel. Die Niederlage fand er gerechtfertigt, obwohl er zumindest mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft, die zu einem großen Teil aus Spielern des zweiten Teams bestand, zufrieden war.

„Bei der Chancenverwertung jammern wir heute auf hohem Niveau. Wir haben 43 von 48 möglichen Punkten geholt und die Vorrunde auf einem verdienten zweiten Platz abgeschlossen“, sagte Jens Szopinski und fügte hinzu: „Jetzt haben wir erstmal Pause und freuen uns auf Weihnachten.“

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