Schwache Leistung reicht dem MTV Rheinwacht Dinslaken

Handball : Schwache Leistung reicht dem MTV Rheinwacht Dinslaken

Der Handball-Regionalligist setzt sich auch ohne Kreisläufer Dennis Backhaus beim TV Jahn Köln-Wahn mit 31:27 (16:15) durch und  rangiert punktgleich mit Spitzenreiter TSV Bonn auf dem zweiten Tabellenplatz.

Langsam wird auch den Anhängern des Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken die Erfolgsserie ihrer Mannschaft unheimlich. Der Aufsteiger kann sich selbst die schwächste Saisonleistung erlauben und gewinnt doch. Beim TV Jahn Köln-Wahn reichte es zu einem 31:27 (16:15)-Erfolg, obwohl das Team von Trainer Harald Jakobs über weite Strecken enttäuscht hatte. Im entscheidenden Moment jedoch waren Kampfkraft, Teamgeist und ein unbändiger Wille dafür verantwortlich, dass es wieder ein Sieg wurde.

„Das war sicherlich nicht schön anzusehen“, sagte auch Trainer Harald Jakobs später und fügte hinzu: „Es ist einfach schöner mit einem Sieg in die nun zweiwöchige Pause zu gehen.“ Die Lücken in der Abwehr, die vielen technischen Fehler und das fahrlässige Herschenken einer klaren Führung – 11:6 nach einer Viertelstunde – sind sicherlich nicht nur mit dem Fehlen von Kreisläufer Dennis Backhaus zu erklären.

Der hinterließ zwar eine erhebliche Lücke in der Abwehr, doch besonders im Angriff wurde er durch Christoph Enders eins-zu-eins ersetzt. Enders hatte am Kreis mit seinen sieben Toren eine hundertprozentige Ausbeute und stand auch in der Deckung seinen Mann. Kritisch meinte er aber auch hinterher: „In der Abwehr mussten wir uns ohne Dennis erst einmal finden.“

Nervös begannen beide Mannschaften und ließen dabei die ersten Chancen einfach liegen. Wichtig war aus MTV-Sicht wohl auch, dass Marco Banning gleich die ersten drei Würfe des Gastgebers entschärfte. Doch auch die Angriffsversuche der Dinslakener waren zunächst nicht von Erfolg gekrönt. Besonders Regisseur Philipp Tuda fand absolut nicht ins Spiel.

Das galt übrigens auch für den in der Mitte eingesetzten Fabian Gorris, der überhaupt nicht traf und selbst völlig freie Würfe ausließ. Doch gerade er war es, der in der Schlussphase alle Nervosität abstreifte und seine Mannschaft mit zwei ganz wichtigen Treffern auf die Siegerstraße führte.

„Vorne haben wir zu viele Chancen ausgelassen, während in der Abwehr zunächst die Abstimmung fehlte“, sagte Harald Jakobs, der alles andere als zufrieden mit seinen Mannschaftsteilen war. Doch der Coach lobte auch die Einstellung seiner Spieler, die sich selbst von sechs, zum Teil völlig überzogenen Hinausstellungen, nicht beeindrucken ließen und selbst in Unterzahl zu Toren kamen. „Zudem hat Jonas Höffner am Schluss der Abwehr die Stabilität verliehen, die wir gebraucht haben“, lobte Jakobs seinen Halbrechten, der in den Schlussminuten zwar noch zwei Chancen versiebte, es aber doch auf fünf Treffer brachte.

Nachdem der MTV sich nach ausgeglichenem Beginn immer weiter absetzen konnte, schienen die ohne ihren verletzten Hauptwerfer Alexander Senden angetretenen Kölner schon früh den Anschluss zu verlieren. Doch als Philipp Tuda beim Stand von 7:11 den übrigens einzigen Siebenmeter, bei vier verwandelten auf der Gegenseite, verworfen hatte, witterte der Gastgeber seine Chance und hielt die Partie bis in die Schlussphase offen. Dabei musste er sogar noch ohne den in der 28. Minute mit einer Roten Karte bestraften Alexander Busche auskommen. Zweimal (21:20, 22:21) führten die Kölner sogar, ehe der MTV über 24:27 und 26:29 doch noch sicher gewann.

MTV: Banning, Ahlendorf – d’Auris (2), Hahn (4), Tuda (4), Reede (3), Gorris (2), Höffner (5), Kruse (3), Enders (7), Jakobs (1), Ahls.

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