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Fußball: Schreier steht zur Kritik

Fußball : Schreier steht zur Kritik

Wegen der scharfen Kritik von Christian Schreier an seiner Mannschaft – trotz eines Sieges gegen Rot-Weiß Essen II – hat sich der Trainer selbst in die Schusslinie gebracht. Manager Harald Plank hält die Vorwürfe für völlig überzogen.

Erst übte Trainer Christian Schreier nach dem 1:0-Sieg gegen Rot-Weiß Essen II scharfe Kritik an seiner Mannschaft, indem er die Einstellung einiger Spieler bemängelte, nun muss sich der Coach kritische Worte von seinem Manager Harald Plank gefallen lassen. "Ich halte die Vorwürfe für vollkommen überzogen. Dass der eine oder andere Spieler momentan nicht in Normalform spielt oder Undiszipliniertheiten an den Tag legt, ist ja ein bekanntes Problem und es ist seine Aufgabe als Trainer, das abzustellen", meint Plank.

Unverständnis bei den Spielern

Schreier meinte nach der Partie gegen Essen, dass das Engagement in der Abwehr seiner Truppe nicht abzusprechen sei, aber im Spiel nach vorne müsse viel mehr kommen. Bei der Qualität der Mannschaft könne der TV Jahn viel höher in der Tabelle stehen, doch wegen der Einstellung vieler Akteure sei dies nicht möglich. Als die Spieler am Tag nach der Begegnung von der Kritik in den Zeitungen lasen, reagierten sie darauf mit Unverständnis und suchten das Gespräch mit dem Manager. "Ich gehe davon aus, dass sie sich das erklären lassen wollen, wenn der Trainer die ganze Mannschaft über einen Kamm schert", sagt Plank.

Der Coach aber steht zu seinen Worten. "Was sollen die Spieler denn machen, wenn ich sie mal kritisiere? Als Trainer habe ich jawohl das Recht dazu. Ich wüsste auch nicht, warum sich jemand gekränkt fühlen sollte", zeigt sich Schreier unbeeindruckt und richtet den Blick vielmehr auf das kommende Spiel beim SV Straelen.

Zum SV Straelen

In der Hinrunde fertigten die Hiesfeldern zu Hause Straelen mit 6:0 ab, mit einem ähnlichen Ergebnis sei laut Schreier aber morgen nicht zu rechnen. Um dort zu punkten, müsse vor allem die ganze Mannschaft in der Rückwärtsbewegung wieder bereit sein gegen den Ball zu arbeiten. "Alle müssen die Lust haben auch nach hinten zu gehen. Das hat gegen Essen teilweise gut funktioniert und es war mal wieder gut zu Null gespielt zu haben. Das war zum ersten Mal in 2011 der Fall", sagt der Hiesfelder Coach, der aber noch nicht weiß, mit welcher Ausrichtung und welchem Personal er die Partie beginnen wird: "Mehrere Spieler sind angeschlagen und fraglich."

(RP)