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Handball: Schneider spielt nicht mehr unter Timofte

Handball : Schneider spielt nicht mehr unter Timofte

In Aaron Mertineit und Andor Schneider stehen beim MTV Rheinwacht Dinslaken zwei exzellente Torhüter im Kader. Doch in Zukunft wird der Handball-Oberligist auf die Dienste von Schneider verzichten müssen.

Der 34-Jährige verkündete gestern seinen sofortigen Rücktritt aus der ersten Mannschaft und kann sich eine Rückkehr ins Team von Spielertrainer Marius Timofte auch nicht vorstellen: "Zu Marius wird es kein Zurück geben."

Der Torwart spielt seit sieben Jahren beim MTV und war lange die unumstrittene Nummer eins. Dass es für ihn nach der Verpflichtung von Mertineit schwerer werden würde, war dem 34-Jährigen bewusst. Jedoch sollen ihm Spielanteile zugesichert worden sein. "Es wurde klar gesagt, dass sich an meiner Position nichts ändert. Zumindest habe ich das so aufgenommen und mich deshalb auf die Situation eingelassen", sagt der Keeper, der sich trotzdem oft auf der Bank wiederfand. "Ich bin mit anderen Voraussetzungen in die Saison gegangen. Darüber habe ich schon früh mit Marius gesprochen. Er meinte, ich solle nicht in Panik geraten. Aber geändert hat sich nichts. Er hat mich eigentlich nur vertröstet."

Als die Unzufriedenheit wuchs, suchte Schneider ein zweites Gespräch, das ähnlich wie das erste endete. Nach der empfindlichen 27:43-Niederlage am Freitag im Derby beim TV Jahn Hiesfeld knallte es intern dann richtig. Die Entscheidung zum Rückzug fasste der Torwart erst, als sich die Gemüter beruhigt hatten: "Wir haben uns in den Tagen danach noch einmal unterhalten und entschlossen, dass es keinen Sinn mehr miteinander macht. Die Entscheidung war ein schleichender Prozess. Das ist schon enttäuschend, weil man in den ganzen Jahren doch viel zusammen erlebt und erreicht hat."

Schneider will eine Pause machen, sich der Familie widmen und nach dem Jahreswechsel sehen, wie es weitergeht. "Ich fühle mich beim MTV sehr wohl. Den Verein möchte ich eigentlich auch nicht mehr wechseln. Vielleicht mache ich im zweiten Team weiter." Obmann Heinz Buteweg bedauert den Rücktritt des Torhüters, will ihn aber nicht kommentieren. "Ich kann nur sagen, dass keine Versprechungen gemacht wurden. Für mich ist das ehrlich gesagt alles Kinderkram."

(gaa)