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Fußball: Schmiedner warnt vor zu großer Euphorie

Fußball : Schmiedner warnt vor zu großer Euphorie

Eigentlich konnte Norbert Schmiedner, Trainer der Bezirksliga-Kicker der SV 08/29 Friedrichsfeld, nach dem lockeren 4:0 (1:0)-Sieg der "Vereinigten" gegen den schwachen Aufsteiger SF Hamborn 07 II zufrieden sein. Bei kräfteraubendem Sommerwetter spielten die Hausherren nach schwachen 30 Minuten wie aus einem Guss, vor allem über die starke linke Seite mit Dennis Mielke und Denis Mühleweg rollte ein Angriff nach dem nächsten.

Doch Schmiedner ist erfahren genug, um Gefahren solch eines lockeren Auftaktsieges zu erkennen, und so trat er schnell auf die Euphoriebremse. "Klar haben wir ordentlich gespielt, aber wir müssen zum einen deutlich mehr Tore machen und haben uns in den ersten 30 Minuten sehr schwer getan, weil wir nur mit langen Bällen gespielt, und unsere Stürmer in der Luft hängen gelassen haben. Zum anderen meinen hier ja immer alle nach so einem Sieg, dass wir direkt im Champions League Finale stehen – das tun wir aber nicht", erklärte der Übungsleiter. Außerdem, solle bei allem Jubel nicht vergessen werden, dass die "Löwen" aller Voraussicht nach gegen den Abstieg spielen werden.

Rein sportlich betrachtet bekamen die Freunde gepflegten Offensivspiels – und damit war das Gros der etwa 200 Zuschauer abgedeckt – eine echte Augenweide serviert. Nach dem schwachen Start trugen die Hausherren immer flüssiger ihre Angriffe vor, ließen die Gäste bei ihren feinen Kombinationen oft aussehen wie Trainingsstangen. Das 1:0 fiel aber trotzdem nach einem Standard. Cafer Isik ergatterte in typischer Manier einen Ball, ließ zwei Gegenspieler aussteigen, ehe er unsanft gebremst wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Carsten Klaus sicher (33.). Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel wählte Klaus die gleiche Ecke – erneut war Isik gefoult worden – scheiterte aber. Diesen Fauxpas bügelte Sturmführer Thomas Giesen aus, der das 2:0 und 3:0 (53./68.) erzielte, ehe er das 4:0 (86.) durch Rico Schendel mustergültig vorlegte. Zufrieden war Giesen am Ende trotzdem nicht – zu viele Chancen hatte er selbst ausgelassen.

08/29: de Groodt; Kühn, Blum, Rüppel, Mielke, Schwarz, Hilbig (61. Anafarta), Mühleweg, Klaus (68. Wohlgemuth), Isik (74. Schendel), Giesen.

(RP)