Lokalsport: Sandplatz sorgt für Rekordbeteiligung

Lokalsport : Sandplatz sorgt für Rekordbeteiligung

Der Reit- und Fahrverein Hiesfeld hat voll ins Schwarze getroffen. Für das Sommerturnier, das an diesem Wochenende stattfindet, sind bisher 1300 Nennungen eingegangen. Der neue Untergrund hat die Teilnehmer überzeugt.

Seit fast 50 Jahren richtet der Reit- und Fahrverein Hiesfeld sein Sommerturnier aus. In diesem Jahr finden dabei erstmalig die Springprüfungen auf dem neu errichteten Sandplatz statt, der pünktlich zu Turnierbeginn fertig geworden ist. Da sich die Meldungen im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht haben, hat der Ausrichter die zwei meldungsstärksten Prüfungen auf den Freitag vorverlegt. Insgesamt 1300 Nennungen sind eingegangen, davon absolvieren 145 die Springprüfung der Klasse M. "So viele Meldungen hatten wir noch nie. Alle Abteilungen sind gut besetzt", sagt Pressesprecherin Antje Hülsemann. "Manche Vereine begrenzen die Nennungszahlen, aber das haben wir absichtlich nicht gemacht."

In den vergangenen Jahren waren die Meldungen bei den Springreitern immer weiter zurückgegangen, da die meisten ihre Pferde nicht mehr auf Rasen antreten lassen wollen. Der Untergrund sei zu sehr vom Wetter abhängig und die Verletzungsgefahr für die Tiere sei größer, sind die häufigsten Begründungen. Nach dem Turnier im vergangenen Jahr haben sich die Verantwortlichen zusammengesetzt und überlegt, ob sie das Turnier herunterfahren oder noch einmal richtig investieren sollen. Die Hiesfelder entschieden sich, 100. 000 Euro in die Hand zu nehmen, womit sie einen neuen Sandplatz angelegt haben. "Es lag nicht nur am Rasen an sich. sondern vor allem an den Unebenheiten im Boden. Es war klar, dass wir etwas machen mussten", sagt Hülsemann.

Das Resultat ist, dass sich in diesem Jahr mehr Teilnehmer für die Springprüfungen als für die Dressur angemeldet haben. Auch die frischgebackene Deutsche Meisterin Angelique Rüsen sowie der frühere Weltranglistenerste Christian Ahlmann werden an den Start gehen. "Die Anlage ist sehr gut angenommen worden. Die Reiter sind voll des Lobes und der zusätzliche Parkplatz ist sicherlich ein Pluspunkt", sagt sich die Pressesprecherin.

Der alte Vorbereitungsplatz hinter der Meldestelle kann nun als Abstellplatz für Fahrzeuge genutzt werden, was durch die Vielzahl der Meldungen sicherlich ein Vorteil ist.

Seit der ersten Austragung des Turniers 1970 hat sich die Anlage immer wieder verändert, doch der Grundgedanke, Prüfungen in beiden Kategorien bis zur S-Klasse anzubieten, ist geblieben. "Manche Vereine machen ja mittlerweile separate Dressur- oder Springturniere, aber das wollten wir nie", so Hülsemann. Die Pressesprecherin räumt ein, dass "im vergangenen Jahr im Springen fast gar nichts war", doch durch die Errichtung des neuen Sandplatzes haben die Verantwortlichen genau den richtigen Schritt getan und wurden mit der höchsten Nennungszahl belohnt.

(RP)