RWS Lohberg verliert 0:2 gegen SuS 09 Dinslaken

Fußball : RWS Lohberg hält die Derby-Niederlage in Grenzen

Das Schlusslicht in der Bezirksliga muss sich im Heimspiel gegen den Tabellensiebten SuS 09 Dinslaken mit 0:2 geschlagen geben. Vor allem RWS-Keeper Thorsten Albustin verhindert weitere Gegentreffer.

Seinen tapfer kämpfenden Vorderleuten ging schon merklich die Puste aus, doch Thorsten Albustin machte sich auch in der Schlussphase noch recht flott auf den Weg hinter das eigene Tor, um den Ball wieder zügig auf die staubige Asche am Fischerbusch zu befördern. Möglicherweise wollte der 45-Jährige noch ein paar Gelegenheiten bekommen, um sich weiter auszuzeichnen.

Albustin, bis kurz vor Weihnachten noch Trainer des Fußball-Bezirksligisten RWS Lohberg, scheint auf jeden Fall Gefallen an seiner neuen (alten) Rolle als Torhüter gefunden zu haben. Auch im Derby gegen den SuS 09 Dinslaken, seinem langjährigen Club, hielt der dreimalige Bundesliga-Keeper, was zu halten war und verhinderte damit eine höhere Niederlage der Rot-Weißen. „Das Ergebnis ist für uns ein Erfolg“, sagte Murat Karakas, Sportlicher Leiter bei RWS, über die 0:2 (0:1)-Niederlage der Lohberger.

„Die Mannschaften, die zu uns kommen, wollen normalerweise sechs, sieben oder acht Tore schießen. Auch heute hätte unsere Niederlage sicher deutlicher ausfallen können. Mit Thorsten hatten wir aber wieder unseren Fels in der Brandung“, sagte Karakas. „Vor dem Engagement der Jungs kann ich wirklich nur den Hut ziehen.“

In der Tat war es bemerkenswert, wie sich die gastgebende Elf trotz bescheidener fußballerischer Mittel, der Aussichtslosigkeit ihrer Situation und der hohen Temperaturen von Beginn an gegen eine weitere deutliche Niederlage stemmten. Trotzdem hätte das 0:1 schon nach sechs Minuten fallen müssen, doch Marcel Ehrhardt und Blaz Vukancic im Nachschuss vergaben für den SuS eine Möglichkeit aus der Kategorie hundertprozentig. Eine Situation, an die Dinslakens Co-Trainer Oliver Grimm, der den urlaubenden Thorsten Schramm vertrat, hinterher auch noch einen Gedanken verschwendete: „Wenn der reingeht, läuft es vielleicht einfacher für uns.“

So jedenfalls war der Auftritt des Favoriten, für den es auch nicht mehr um wirklich viel ging, schnell von einer gewissen Lethargie befallen. Die letzte Konzentration und auch der letzte Wille fehlten den Dinslakenern einfach, um schnell für richtig klare Verhältnisse zu sorgen. Wirklich zwingend agierten die Gäste dann auch nicht mehr, bis Marcel Ehrhardt seine zweite Chance besser nutzte und allein vor Albustin zum 0:1 (32.) einschob.

Gegen müder werdende Lohberger, die sich nun auch einige verletzungsbedingte Pausen nehmen mussten und nur einen Auswechselspieler auf der Bank hatten, erspielte sich der SuS nach der Pause zwar mehr Möglichkeiten, scheiterte aber meist am RWS-Keeper, der beinahe auch noch das 0:2 von Niklas Opriel (69.) verhindert hätte, den Kopfball des Dinslakeners aber nicht mehr über die Latte bugsieren konnte. „Das war ein typisches 09-Spiel. Eine abgezocktere Mannschaft macht hier sicher mehr Tore, aber was zählt, sind die drei Punkte. Damit sollten wir dem Abstieg nun wirklich gar nichts mehr zu tun haben“, sagte Grimm, der in der Schlussphase mit Nico Wittwer, Volkan Mirvan und Marvin Krüger noch drei A-Junioren etwas Spielpraxis verschafft hatte.

RWS Lohberg: Albustin – Kursun, Kocak, Bebek, Ince, Bensfia, Usta, Akabuga, Cabri, Yildiz, Maas (52. Ucar).
SuS 09 Dinslaken: Czarnetzki – Breder, Bruß, Spiegel, Pfeiffer, Opriel, Kirstein (83. Mirvan), Grollmuss, Sljvic, Ehrhardt (75. Wittwer), Vukancic (83. Krüger).

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