RWS Lohberg: Thorsten Albustin wechselt die Seiten

Fußball: Ein neuer Job für Thorsten Albustin

Der Coach des immer noch punktlosen Bezirksligisten RWS Lohberg wird die Mannschaft ab dem 1. Januar nicht mehr betreuen. Er wird sich zukünftig als Trainer- und Jugendkoordinator bei RWS engagieren.

Als Thorsten Albustin im Sommer die Gespräche mit den Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten RWS Lohberg führte, war er im festen Glauben, eine schlagkräftige Mannschaft trainieren zu können. Was er dann zum Vorbereitungsstart vorfand, war aber ein Scherbenhaufen. Von der Bezirksliga-Tauglichkeit weit entfernt, musste Albustin seit seiner Rückkehr mit Spielern arbeiten, die größtenteils aus der Kreisliga B kommen.

Für den ehemaligen Bundesliga-Torwart war Aufgeben aber nie eine Option. Auch die Tatsache, dass RWS Lohberg nach 16 Spielen immer noch punktlos am Tabellenende steht, brachte Albustin nicht dazu, die Flinte ins Korn zu werfen. Die Schmach von Lohberg hat für Albustin aber bald ein Ende, denn der Verein und der Coach gehen, zumindest was die Position des Trainers der ersten Mannschaft betrifft, ab dem 1. Januar getrennte Wege.

Den Grund für die Entscheidung liefert RWS-Präsident Ali Acabuga: „In der Situation, in der wir uns aktuell befinden, kann auch ein sehr guter Trainer wie Thorsten nichts machen. Wir sind in guten Gesprächen mit einem Coach, der auch mehrere Spieler mitbringen würde, denn das ist es, was fehlt. Es geht nicht um Thorstens Qualitäten.“ Zu einem möglichen Trainerkandidaten gibt es bisher aber keine Informationen. Acabuga betont weiter, Albustin nicht verlieren zu wollen und so bleibt der Ex-Profi den Lohbergern in anderer Funktion erhalten. Er kümmert sich in Zukunft um die Trainer-und Jugendkoordination im Verein. „Wir wollen Thorsten auf keinen Fall verlieren. Einen Mann von seiner Qualität können wir auch nicht einfach so gehen lassen“, so Acabuga. Albustin soll einmal pro Woche verschiedene Schulungen in den Bereichen Taktik, Trainingslehre und Menschenführung für die Trainer durchführen und sich um die fußballerische Ausbildung der Jugend-Teams kümmern.

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Wer jetzt denkt, Albustin würde durch diese Entscheidung ein Stein vom Herzen fallen, liegt falsch. „Ich bin ein Kämpfer und hätte die Sache auch bis zum letzten Spieltag durchgezogen. Ich denke mal, da hätten viele Leute das Handtuch geworfen. Ich muss auf der anderen Seite natürlich eingestehen, dass das hier eine Totgeburt war. Ich hatte mit deutlich anderem Spielermaterial, mehr Emotionen und besserem Fußball gerechnet. Ich habe stets versucht, das Beste aus den Jungs herauszuholen. Ich bin froh, dass ich das auch bis zum Schluss so durchgezogen habe“, sagt der 44-Jährige.

Seine neue Tätigkeit bei RWS hält Albustin aber nicht davon ab, eine neue Aufgabe bei einem anderen Verein anzutreten. Auch Acabuga hat Verständnis dafür: „Thorsten wird mit Sicherheit schnell einen neuen Verein finden, aber die Tätigkeit bei uns kann trotzdem bestehen bleiben, denn das ist ja nur einmal pro Woche.“

Auch Albustin hofft, schnell einen neuen Club zu finden. Der Coach bringt zweifelsohne viel Fachkompetenz mit. Nicht ohne Grund hat er in der Saisonvorbereitung an der Seite von Peter Neururer das Sommercamp der Vereinigung der Vertragsfußballspieler betreut. „Ich hoffe sehr, dass jemand meine Qualitäten zu schätzen weiß und sich nicht darauf beruft, wie viele Punkte ich in den letzten Spielen geholt habe. Ich bin durchaus interessiert an ambitionierten Vereinen und möchte so schnell wie möglich an die Seitenlinie zurückkehren“, sagt Albustin.

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