Lokalsport: RWS Lohberg schenkt die drei Punkte fast noch her

Lokalsport : RWS Lohberg schenkt die drei Punkte fast noch her

Doch der Fußball-Bezirksligist feiert am Ende einen glücklichen 2:1-Sieg über Rot-Weiß Mülheim. Starker Baris Tekin.

Am Ende fiel die Erleichterung ab. Die Bezirksliga-Fußballer von RWS Lohberg bildeten direkt nach dem Abpfiff nahe der Mittellinie einen Kreis, in der Mitte hüpfte Tayfun Kazkondu, die Mitspieler sprangen im Rhythmus mit. Das glückliche 2:1 (2:0) über Rot-Weiß Mülheim durfte gefeiert werden.

Bis es soweit war, wartete allerdings ein schweres Stück Arbeit. Die ehemaligen RWS-Trainer Thorsten Albustin und Torsten Klump sahen zwei grundverschiedene Halbzeiten ihrer früheren Schützlinge. In den ersten 45 Minuten verdienten sich die Lohberger eine 2:0-Führung, angetrieben vom starken Murat Yildirim, der an beiden Treffern beteiligt war. In der Anfangsphase zielte er nach energischem Einsatz noch an den linken Pfosten (2.), 20 Minuten später durfte der Kapitän jedoch erstmals jubeln. Nach einem Foul an Enis Capri zirkelte Yildirim den Freistoß aus knapp 17 Metern gefühlvoll über die Mauer in den linken Winkel (23.). "Sehr gut geschossen", lobte Ahmet Tutal seinen Schützen zum 1:0, "dafür ist er ja auch bekannt".

Einen Scorer-Punkt verdiente sich der 28-Jährige zudem acht Minuten vor der Pause mit feiner Übersicht und einer Vorlage für Onur Acabuga, der vor dem Strafraum trocken unten links ins Eck traf. Lohberg hatte das Geschehen im Griff, Trainer Tutal konnte sich einen kleinen Ausflug hinter die Barriere leisten, um eine Zigarette zu rauchen.

Doch mit der Ruhe war es schnell wieder vorbei. Ins RWS-Spiel schlich sich der Schlendrian ein, die Gäste bekamen Oberwasser. Einen ersten Warnschuss Sekunden vor dem Pausenpfiff des umsichtigen Schiedsrichters Justin Jerzy wehrte Baris Tekin im Tor mit einem Reflex per Fuß gegen den allein auf ihn zustürmenden Silas Schaus ab. Torsten Klump machte sich da noch wenig Sorgen um den Erfolg: "RWS kann sich nur selbst schlagen", urteilte der Ex-Coach.

Wie richtig er mit der Einschätzung lag, sollte sich noch zeigen. Die Nachlässigkeiten in der Lohberger Defensive bestraften die Gäste zunächst mit dem Anschlusstreffer durch Giulian Boka (48.). Und danach konnten sich die wankenden den Gastgeber zum einen bei ihrem Keeper bedanken und zum anderen bei den Mülheimern für ihre eklatante Abschlussschwäche: Dreimal klatschte der Ball an die Latte des RWS-Tores, zweimal rettete Tekin, der sich beim 2:1 auch noch verletzt hatte, in höchster Not - und den Rest besorgten gegnerische Angreifer, indem sie frei vor dem Tor kläglich vorbeizielten. "Es war ein wenig glücklich", gab Tutal zu, "aber im Fußball zählen eben die Tore."

RWS: Tekin; C. Aydin, Marku, Colakovic, Truong, T. Kazkondu (90. Ucar), Barut, M. Yildirim, Acabuga (68. Ilgar), Capri, Dema.

(-dom-)
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