RWS Lohberg hat beim Wuppertaler SV nichts zu verlieren

Fußball : RWS Lohberg hat beim Wuppertaler SV nichts zu verlieren

Der Bezirksligist tritt am heutigen Mittwoch in der ersten Runde des Niederrheinpokals beim Regionalligisten an. Die Vorbereitung lief alles andere als optimal.

Fast auf den Tag genau 18 Jahre ist es her, da bestritt RWS Lohberg am 9. August 2000, damals wie heute Bezirksligist, das Achtelfinale im Niederrheinpokal beim KFC Uerdingen und unterlag mit 0:12. Am heutigen Mittwoch steht ein ähnliches Highlight für die Lohberger an, denn um 19 Uhr stellt sich das Team von Trainer Thorsten Albustin in Runde eins des Verbandswettbewerbs beim Regionalligisten Wuppertaler SV vor.

Als Amateurmannschaft gegen einen Regionalligisten vor einer solchen Kulisse im Stadion am Zoo, das übrigens eine Kapazität von 23.067 Plätzen aufweist, zu spielen, sollte eigentlich ein absoluter Höhepunkt sein. Für den RWS-Vorsitzenden Ali Acabuga ist die Partie aber auch ein wenig belastet: „Dass wir das Heimrecht abtreten mussten, trübt natürlich etwas die Vorfreude. Dazu kommen die etlichen Abgänge, die wir zu verzeichnen haben.“ Das Heimrecht an den WSV abgetreten zu haben, könnte sich aber zumindest finanziell für die Lohberger lohnen. Das ist für Acabuga aber nebensächlich: „Der wirtschaftliche Aspekt ist eher Nebensache, zumal auch da nicht sicher ist, ob und wie viel Geld für uns herausspringt. Erstmal müssen die Kosten für das Sicherheitspersonal gedeckt werden, und 20 Prozent der Einnahmen gehen an den Verband.“

Im Hinblick auf die neue Saison, die für RWS schon am Freitag beim TuS Mündelheim beginnt, hat Acabuga noch viel Arbeit vor sich: „Die Kaderplanungen sind bei uns noch nicht abgeschlossen. Ich hoffe, dass wir bald Vollzug melden können.“ Darüber würde sich auch Trainer Albustin freuen. Der ist nämlich mit dem aktuellen Stand alles andere als zufrieden: „Man kann vor dem Spiel gar nicht vom Highlight der Vorbereitung sprechen, weil es so gesehen keine Vorbereitung gab. Egal, ob Spiel oder Training, wir haben kaum Leute zur Verfügung.“

Gegen einen Gegner wie den WSV macht es das nicht unbedingt leichter. Auch das 1:5 der Wuppertaler zum Saisonauftakt bei Rot-Weiss Essen dürfte RWS nicht unbedingt zugute kommen.

Thorsten Albustin, der sich als Ex-Profi bestens auskennt, weiß, was auf sein Team zukommt: „Ich hoffe, dass wir uns nach Ballverlusten schnell ordnen.“ Auf ein Weiterkommen baut im RWS-Lager keiner. „Im Fußball bekommst du immer so viel zurück, wie du investierst, und wir haben nicht viel investiert bisher. Ich hoffe, dass wir uns dort gut verkaufen.“

(che)
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