Rückrunden-Start für Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken will nicht zu euphorisch auftreten

Der Spitzenreiter der Regionalliga ist am Sonntag Gastgeber für den HC Wölfe Nordrhein. Die Dinslakener gehen selbstbewusst in das Duell. Dennoch warnt Trainer Harald Jakobs davor, den Gegner zu unterschätzen.

Nach einer fulminanten Hinserie starten die Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken am morgigen Sonntag um 11.15 Uhr gegen den HC Wölfe Nordrhein in die zweite Hälfte der Regionalliga-Saison. „Wir können jetzt nicht mehr vom Punktesammeln gegen den Abstieg sprechen, dennoch bin ich auch kein Freund davon, jetzt zu euphorisch zu werden“, sagt Trainer Harald Jakobs.

Fakt ist, dass der Aufsteiger die beste Mannschaft der Hinrunde war – zumindest punktemäßig. Das eine oder andere Mal war sicher auch etwas Glück dabei, denn fast alle knappen Partien konnte das Team für sich entscheiden. „Da können sicher auch mehr Spiele verloren gehen. Die Mannschaft hat eine unheimliche Nervenstärke bewiesen“, sagt Jakobs.

Das Hinspiel gewann der MTV mit 37:28. „Wir haben jetzt erst einmal drei relative leichte Gegner, bevor wieder echte Brocken kommen. Idealerweise sollten wir möglichst viel aus den ersten drei Partien mitnehmen. Ich denke, dass wir, wenn wir vernünftig an die Sache rangehen, gute Chancen gegen die Wölfe haben“, sagt Jakobs. Die Duisburger sind gerade für ihre schnellen Außen und für Gefahr bei zweiten Bällen bekannt. Die Saison lief bei den Gästen bis jetzt aber weniger erfolgreich. Mit 8:18-Punkten belegen sie den zwölften Tabellenplatz. „Die sammeln noch Punkte, um in der Liga zu bleiben, deshalb wird das Team auch kämpferisch alles reinwerfen. Das ist uns bewusst“, sagt der Dinslakener Trainer.

Von Verletzungen aus der fünfwöchigen Pause blieb sein Team verschont. Jakobs geht es jetzt darum, den starken Rhythmus des vergangen Jahres wieder zu erlangen. „Die Pause war für meinen Geschmack zu lang. Da muss aber jedes Team in der Liga durch. Unser Training hat mir gut gefallen. Auch beim Testspiel vorige Woche haben wir eine gute Figur gemacht“, sagt der Coach. Dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass der MTV wieder so performt wie vor der Winterpause. „Das ist jetzt eine andere Situation, der Druck von außen ist nun ein anderer. Die Leute erwarten mehr und ich glaube auch, dass die Spieler sich schon etwas anderes vorstellen als noch vor der Saison. Das ist aber völlig normal und ehrt einen ja auch. Abheben werden wir aber ganz sicher nicht“, sagt Jakobs.

Gerade die Zuschauerzahlen beim letzten Heimspiel beeindruckten schon, in Dinslaken ist mittlerweile eine gewisse Handball-Euphorie zu spüren. Auch Harald Jakobs hofft auf eine Fortsetzung dieses Trends. „Wenn man so eine Halle hinter sich hat wie beim letzten Heimspiel vor Weihnachten, ist das fast wie ein Mann mehr auf dem Feld. Wir werden alles daran setzen, damit das genauso weitergeht“, sagt der MTV-Trainer.

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